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Blüten in der Kasse - Stadtmitarbeiterin verliert Job

Landesarbeitsgericht

Es bleibt dabei: Eine 50-jährige Stadtangestellte, in deren Barkasse im Sommer 2009 Falschgeld gefunden worden war, verliert fristlos ihren Job. Das hat das Landesarbeitsgericht in Hamm am Donnerstag entschieden.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 26.08.2010

Seit 1986 arbeitete die Dortmunderin bei der Stadt – zuletzt bei der Gewerbeanmeldung. Jeden Tag hatte sie angeblich Kontakt mit „Polen, Bulgaren oder Rumänen, die ihre kleinen Firmen anmelden wollten“. Vor Gericht sagte die 50-Jährige: „Ich bin sicher, dass mir das Falschgeld nach und nach untergejubelt worden ist. Ich jedenfalls habe damit nichts zu tun.“

Genau dies glaubt die Stadt aber nicht. Die Behörde und auch das Gericht sind vielmehr davon überzeugt, dass die Frau die Blüten selbst in die Kasse gepackt und gegen echtes Geld ausgetauscht haben muss. „Die Indizien sprechen eindeutig gegen Sie“, sagte die Richterin am Donnerstag zu der Klägerin.  Vor allem die miserable Qualität der Fälschungen lasse keinen anderen Schluss zu. Bei einer Spontan-Kontrolle der Geld-Kassette hatten Kollegen der Angestellten damals vier falsche Hunderter und fünf falsche Fünfziger sichergestellt. Spätestens nachdem die Richter sich diese Scheine am Donnerstag angeguckt hatten, hatten sie keinen Zweifel mehr.  

Weder Farbe, noch Größe, noch das Papier entsprechen auch nur ansatzweise denen echter Scheine. Außerdem sind bei den Blüten Vorder- und Rückseite zusammengeklebt. Die Richterin: „Sie können uns nicht erzählen, dass Ihnen solche Scheine untergejubelt worden sind. Diese Dinger hätten Ihnen auffallen müssen.“

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