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Brief braucht sechs Jahre von Dortmund nach Hagen

DORTMUND Manche Dinge dauern eben etwas länger. Ein guter Whisky zum Beispiel, der muss einfach einige Zeit reifen. Und ein Brief von Dortmund nach Hagen? Wie jetzt bekannt wurde, hat das Schriftstück für den Weg über sechs Jahre benötigt.

von Von Jürgen Koers

, 06.08.2008

Wissen Sie noch, was Sie am 25. Februar 2002 gemacht haben? Bei der Dortmunder Reinigungsfirma Codexs jedenfalls ist ein Brief rausgegangen. Wichtige Unterlagen einer Mitarbeiterin für den Steuerberater. Mit Arbeitsgenehmigung, Lohnsteuerkarte, dringend! Das Gute: Der Brief ist angekommen. Das Schlechte: Sechseinhalb Jahre zu spät. Wo der Brief in der Zwischenzeit geblieben ist, das bleibt ein Geheimnis. "Der ist wohl hinter irgendeinen Schrank gefallen", vermutet Kanzleiinhaber Waldemar Steinert.

Ein Versehen ist ausgeschlossen

Es könne sich auch um kein Versehen im Büro handeln. "Die Mitarbeiterin der Firma, die den Brief vor dem Absenden unterschrieben hat, ist dort seit zwei Jahren nicht mehr beschäftigt." Schlamperei auf dieser Seite ist also ausgeschlossen.

Eine Anfrage bei der Post ergab, dass die Sendung nicht mehr nachverfolgt werden kann. Es handelt sich laut Pressesprecher Rainer Ernzer um eine "absolute Ausnahme. Bei 70 Millionen Sendungen kann das mal passieren. Wir können uns nur entschuldigen."

Beim Steuerberater hat der Brief einen Eingangsstempel erhalten - und liegt jetzt nicht bei den Akten, sondern an einem Sonderplatz: Im Firmenalbum. Für länger.

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