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Bürohaus wegen Einsturzgefahr vorerst gesperrt

Hansastraße

DORTMUND Großeinsatz in der Innenstadt: Nachdem ein Statiker am Mittag Alarm geschlagen hatte, sperrte die Feuerwehr den Bissenkamp zwischen Hansa- und Gerberstraße. Der Grund: Das Bürogebäude "Stadtfenster" drohte einzustürzen.

von Von Daniel Müller

, 06.08.2010
Bürohaus wegen Einsturzgefahr vorerst gesperrt

Großeinsatz für die Feuerwehr an der Hansastraße.

Bereits am Dienstag hatte der Baufachmann Proben der Bausubstanz am ca. 60 Jahre alten Gebäude genommen. Am Mittag meldete er das Ergebnis der Stadt. Sein vernichtendes Urteil: Die Sicherheit ist nicht gewährleistet. Das Gebäude könnte einstürzen. Bei der Stadt reagierte man direkt und rief die Feuerwehr. Um kurz nach 13 Uhr wurde das Gebiet großräumig abgesperrt und die Baustelle geräumt. Abseits des Geschehens spielten sich skurrile Szenen ab: Die Arbeiter genossen ihr vorzeitiges Wochenende im benachbarten Straßencafé.

Auch zwei Geschäfte im Erdgeschoss, zwei Anwaltskanzleien und eine Arztpraxis mussten den Betrieb einstellen. Gemeinsam beobachtete man nun das hektische Treiben vor Ort und diskutierte über die Hintergründe. Bereits Anfang der Woche soll es einen Baustopp gegeben haben. Risse in den Stützen seien aufgetaucht. Oberbauleiter Guido Brosch bestätigte, dass die Probeentnahme am Dienstag nicht nur Routinearbeit gewesen sei. Es habe auch einen aktuellen Anlass gegeben, die Substanz zu prüfen, so sein Kommentar.

Derweil diskutierten Bauherr, Feuerwehr, Statiker und Mitarbeiter des Tiefbauamtes über das weitere Vorgehen. Nach rund zwei Stunden fiel die Entscheidung: Die Einsatzstelle bleibt über das Wochenende gesperrt. „Das Gebäude wird mit weiteren Stützen gesichert“, erklärte Feuerwehrsprecher Dietmar Höckmann. Rund um das „Stadtfenster“ wurden Zäune aufgestellt. Zusätzlich engagierte der Bauherr einen privaten Sicherheitsdienst für das Wochenende. Laut Brosch sind nun die Statiker gefordert: „Sie müssen die Bestandskonstruktion weiter stärken und aufwerten.“ Anfang kommender Woche soll über weitere Maßnahmen entschieden werden. 

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