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"Bundespolizei in Dortmund wäre Terrorlage nicht gewachsen"

Gewerkschaft warnt

Mehr Straftaten, weniger Personal: Die für das Ruhrgebiet zuständige Bundespolizeiinspektion in Dortmund kann nach Gewerkschafter-Angaben ihren gesetzlichen Auftrag nicht mehr erfüllen. "Einer Terrorlage wären wir im Ruhrgebiet nicht gewachsen", sagt der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ernst G. Walter.

DORTMUND

, 23.08.2017
"Bundespolizei in Dortmund wäre Terrorlage nicht gewachsen"

Bundespolizei im Dortmunder Hauptbahnhof.

Am Wochenende 19. / 20. August 2017 waren auf den beiden Wachen in Dortmund und Essen insgesamt nur elf statt 33 Bundespolizisten eingesetzt. Die Wachen in Hagen, Bochum, Gelsenkirchen und Recklinghausen blieben erneut geschlossen.

Dabei sind schwere Straftaten wie Körperverletzungen, Raubüberfälle und Angriffe gegen Polizisten an Bahnhöfen im Inspektionsbereich Dortmund mit seinen fast 200 Stationen um bis zu 24 Prozent gestiegen.

Kein Fahndungsdruck gegen Straftäter und Terroristen

„Die Bundespolizei muss an der deutsch-österreichischen Grenze und an den Großflughäfen Schwerpunkte setzen. Dadurch entblößen wir uns in anderen Bereichen“, sagte Jörg Radek von der Gewerkschaft der Polizei. An den Grenzen zu Frankreich, Belgien und den Niederlanden sowie zu Polen und Tschechien fehlten 500 Einsatzkräfte. So könne die Bundespolizei keinen Fahndungsdruck gegen Straftäter und Terroristen aufbauen.

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ernst G. Walter, kritisierte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Schon vor Jahren eingereichte Vorschläge, zur Entlastung der Polizisten mehr Angestellte einzustellen, seien ignoriert worden. „Einer Terrorlage wären wir im Ruhrgebiet nicht gewachsen“, kritisierte Walter, der von 3000 nicht besetzten Stellen im gesamten Bundesgebiet spricht. Mehr Sicherheit fordert auch der Fahrgastverband „Pro Bahn“.

Bundespolizeidirektion: Sicherheit der Bürger "zu 100 Prozent" gewährleistet

Eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion in St. Augustin erwiderte, dass die Sicherheit der Bürger auf den Bahnanlagen im Ruhrgebiet „zu 100 Prozent“ gewährleistet sei.

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