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Bungee-Prozess: Bringt Wetter-Gutachten die Wende?

DORTMUND "Die neuen meteorologischen Erkenntnisse könnten das Hauptgutachten zum Bungee-Unfall beeinflussen", verriet am Donnerstag Dr. Gerhard Breuer, Sprecher des Amtsgerichtes. Fakt ist: "Der Gutachter muss seine bisherigen Ergebnisse überdenken."

von Von Arne Niehörster

, 27.03.2009
Bungee-Prozess: Bringt Wetter-Gutachten die Wende?

Das gerissene Seil nach dem Sprung.

Das geht an die Adresse von Dr. Bernd Fago. Der erstellte das Hauptgutachten zum Unfall, bei dem ein 31-Jähriger aus Mommenheim (bei Mainz) am 20. Juli 2003 vom Florianturm in den Tod sprang, weil sein Bungee-Seil gerissen war. In welchen Maßen das Wetter-Gutachten allerdings Auswirkungen hat, ließ der Sprecher des Amtsgerichtes noch offen.

Möglicherweise war es an diesem Sommertag so heiß, dass die Betreiber-Firma der Bungee-Plattform, Jochen Schweizer, das Seil (zugelassen nur bis 35º Celsius) überhaupt nicht verwenden durfte. Das meteorologische Gutachten, erstellt von Wetter-Papst Jörg Kachelmann und seiner Firma Meteomedia, hatten die Richter am Amtsgericht in Auftrag gegeben.

Seit fast sechs Jahren warten nun alle Beteiligten auf den Prozess gegen Schweizer wegen fahrlässiger Tötung. Vor allem die Angehörigen: "Die Eltern sind mittlerweile Großeltern geworden. Das hilft über den Schmerz ein wenig hinweg. Trotzdem wollen sie endlich Klarheit über den Tod ihres Sohnes", so Dr. Klaus Schmidt, Anwalt der Familie. Trotz fertigem Wetter-Gutachten, steht ein Prozess-Termin aber noch lange nicht fest.

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