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CDU nominierte Erich G. Fritz und Steffen Kanitz für den Bundestag

DORTMUND Mit Erfahrung auf der einen Seite und jugendlicher Leidenschaft auf der anderen zieht die Dortmunder CDU in die Bundestagswahl im nächsten Jahr. Ihre Kandidaten: Erich G. Fritz (61) und Steffen Kanitz (24).

von Von Gaby Kolle

, 29.08.2008
CDU nominierte Erich G. Fritz und Steffen Kanitz für den Bundestag

Konnten sich gegenseitig gratulieren: Die frisch gekürten CDU-Bundestagskandidaten Erich G. Fritz (l.) und Steffen Kanitz.

Keine Überraschungen, die beiden traten am Freitagabend - nach Wahlkreisen getrennt - auf einstimmigen Vorschlag des Kreisvorstandes und ohne Gegenkandidaten an. Fritz will es nach 18 Jahren Bundestag noch einmal wissen, und Kanitz, sein Vize als Kreisvorsitzender, erstmals versuchen. Beide wurden von den insgesamt 133 Wahlkreisvertretern mit großer Mehrheit im Westfälischen Industrieklub aufs Schild gehoben. Fritz erhielt 59 von 65 abgegebenen Stimmen (1 Enthaltung), Kanitz 60 von 68 (2 Enthaltungen). "Mit Einigkeit, Stärke und unbedingtem Willen", so der 24-jährige Student der Betriebswirtschaft, werde die CDU die Bundestagswahl 2009 für sich entscheiden. Fraglich werde Platz 2, meinte der JU-Vorsitzende selbstbewusst: Linke oder SPD? Die CDU sei die letzte Volkspartei, eine Partei, die alle Generationen, alle gesellschaftlichen Schichten, Frauen und Männer in sich vereine.Leistungsträger nicht vergessen

Kanitz, der für den Wahlkreis Dortmund 1 kandidiert (Stadtbezirke Hombruch, Huckarde, Lütgen dortmund, Innenstadt-West und -Ost, Mengede) und im Frühjahr sein Studium abgeschlossen haben will, redete 20 Minuten frei. Er warb angesichts des demographischen Wandels für Solidarität unter den Generationen und einen "vernünftigen Ausgleich" der Interessen, beschwor die Bedeutung von Bildung für die Zukunftsbewältigung und warnte davor, angesichts der Hartz IV-Diskussionen und Armutsberichte die Ausnahme zum Regelfall zu machen. "Man darf nicht die Menschen vergessen, die morgens aufstehen, zur Arbeit gehen, aber nicht genug verdienen, um ihre Familie zu ernähren." Heute zahle jeder gute Facharbeiter den Spitzensteuersatz, fühle sich aber nicht als Spitzenverdiener.

Ein Thema, das auch Erich G. Fritz im Saal nebenan ansprach. Fritz der wieder im Wahlkreis Dortmund II (Eving, Scharnhorst, Innenstadt-Nord, Brackel, Aplerbeck, Hörde) antritt, erklärte, dass er sich gern für weitere vier Jahre den Außenwirtschaftsfragen im Bundestag widmen wolle. Die große Koalition sei nicht seine Traumkonstellation, beim Investieren, Sanieren und Reformieren sei nicht alles geschafft - eine Aufgabe unter der nächsten Bundeskanzlerin Angela Merkel, so Fritz.

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