Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

CDU spricht im Bullenmaststreit von „Kesseltreiben“

Landwirtschaft

CDU-Ratsvertreter Uwe Waßmann äußert sich zum Bullenmaststreit zwischen Grevel und Kurl – und ergreift Parteien für die Landwirte Heribert und Konstantin Breuker.

Kurl, Grevel

, 03.09.2018
CDU spricht im Bullenmaststreit von „Kesseltreiben“

Konstantin und Heribert Breuker in ihrem Betrieb. © Andreas Schröter

Auch die CDU positioniert sich nun im Bullenmaststreit zwischen dem Landwirt Heribert Breuker und einigen Anwohnern.

Ratsvertreter Uwe Waßmann schreibt: „Der Landwirt benötigt dringend ein neues Fahrsilo und will darüber hinaus einen Lagerbehälter für Gülle und eine Halle zur Lagerung von Futterkomponenten bauen. Das ist der konkrete Vorgang, der dem Umweltausschuss des Rates und dem Rat als Beschlussvorschlag vorgelegt wurde.

Darin teilt die Verwaltung mit, dass sie dem Widerspruch des Naturschutzbeirates nicht folgt und bittet den Rat, diesem Vorschlag zu folgen. Die CDU im Rat der Stadt will dem Vorschlag der Verwaltung folgen, da alle beteiligten wie das Umweltamt und die untere Naturschutzbehörde oder auch die Landwirtschaftskammer dem Bau ebenfalls zustimmen.“

Waßmann spricht von „Mandatsmissbrauch“

Doch bedauerlicherweise sei es durch politische Akteure von SPD und Linken inzwischen zu einer Art öffentlichen Kesseltreiben gegen den örtlichen Landwirt gekommen und das sei völlig inakzeptabel. Und weiter: „Aus verschiedenen Äußerungen dieser Politiker, die Anspielungen auf Vorgänge aus der Vergangenheit enthalten, kann man entnehmen, dass es sich hier nicht um eine Diskussion in der Sache handelt, sondern man missbraucht sein Mandat, um jemandem eins auszuwischen, und das nenne ich Mandatsmissbrauch“.

Das Fahrsilo, um das es in dem Verfahren konkret geht, sei für den Landwirt existenziell und für den jetzigen Viehbestand dringend erforderlich. Das werde auch in der Verwaltungsvorlage an den Rat deutlich zum Ausdruck gebracht. Die CDU teile dabei einhellig die Auffassung der Stadt Dortmund, dass das Vorhaben als privilegiertes Vorhaben zu genehmigen sei. Der Widerspruch sei aus Sicht der CDU zurückzuweisen.

„Rechtlich glasklar“

Und weiter: „Rechtlich erscheint uns die Lage glasklar und der Landwirt hat im Zweifel sehr gute Chancen, den Bau des Fahrsilos vor Gericht durchzusetzen. Allerdings hoffen wir sehr, dass dies nicht nötig wird.

Einige von denen, die jetzt behaupten, dass zum Beispiel Landwirtschaft in einer Großstadt nicht möglich sei und der Standort nicht geeignet sei, haben noch vor Kurzem im Umweltausschuss das Hohe Lied der Landwirtschaft in unserer Stadt gesungen und gefordert, dass die regionale Versorgung der Menschen auch in Dortmund ihren Platz haben müsse.

„Auf Thema besinnen“

„Ich hoffe daher sehr, dass man sich wieder auf das konkret zu entscheidende Thema des Fahrsilos besinnt. Gleiches gilt für den Lagerbehälter für Gülle und die Halle zur Lagerung von Futterkomponenten. Ob der Landwirt in den nächsten Jahren eventuell seine Viehhaltung ausbauen will, ist überhaupt nicht Gegenstand des Verfahrens“, so Waßmann weiter.

Lesen Sie jetzt

Ruhr Nachrichten Breuker in Grevel

Bürgerinitiative wehrt sich gegen die geplante Bullenmast

Einige Anwohner an der Greveler Straße rüsten im Bullenmaststreit mit dem Landwirt Breuker auf – und erhalten jetzt massive Unterstützung durch die Politik. Von Andreas Schröter

Lesen Sie jetzt