Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Darum gilt am Hauptbahnhof ein Rad-Abstellverbot

Bis Samstag

Radfahrer dürfen ihre Fahrräder zeitlich begrenzt nicht mehr am Dortmunder Hauptbahnhof abstellen. Das Tiefbauamt knackt die Schlösser und transportiert Falschparker-Räder ab. Auf die Herausgabe der Räder müssen die Besitzer erst einmal warten.

DORTMUND

, 01.06.2016

Seit Mitte Mai weisen große Schilder und mit Folien überzogene Zettel des Tiefbauamtes auf das Abstellverbot hin. Die Stadt Dortmund begründet das Verbot mit einer "Großveranstaltung am 4. Juni 2016". Der Bahnhof selbst ist allerdings kein Ort für eine Veranstaltung, sondern an diesem Samstag ein wichtiges Drehkreuz. Für Demonstranten,  Veranstaltungs-Besucher für Reisende - und für Radfahrer. Wer das Verbot ignoriert, muss mit Konsequenzen rechnen.

Vorplatz dient der Entfluchtung

Der Dortmunder Hauptbahnhof ist den ganzen Tag über Ausgangspunkt und Treffpunkt für Demonstranten. Laut Polizei sind das Neonazis und Linksautonome, die sich nicht in die Quere kommen sollen. Der Vorplatz ist eine "Entfluchtungsfläche" für das Bahnhofsgebäude: Besucher sollen den Bahnhof schnellstmöglich verlassen können. Fahrräder könnten eine Flucht gefährden.

Allerdings stehen auch zahlreiche Polizeifahrzeuge auf dem Vorplatz. Sie stellen ein größeres Hindernis dar als Fahrräder. Das Verbot ist einem Arbeitskreis mehrerer Behörden besprochen worden. Angeordnet hat es das Tiefbauamt der Stadt Dortmund.

Räder am Betriebshof in Hörde abholen

Am Freitag (3.6.) abgestellte und angekettete Räder transportiert das Tiefbauamt ab. Schlösser trennt das Tiefbauamt mit einer Flex auf. Kosten für den Kauf eines neues Schlosses erstattet sie nicht. Die Stadt lagert die Räder auf dem Betriebshof an der Nortkirchenstraße 55 in Hörde. Besitzer können ihre Räder dort ab Montag (6.6.) abholen - und zwar von montags bis freitags zwischen 7 und 12.30 Uhr. Sie müssen nachweisen, dass eines der abtransportierten Räder ihnen gehört. Mit dem Schlüssel zum aufgeknackten Schloss oder mit der Zahlenkombination.

Betroffen sind auch Kunden des Verleihsystems Metropolradruhr. Deren Stationen auf dem Bahnhofsvorplatz und am Nordausgang werden abgebaut und am 6. Juni wieder aufgebaut.