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Das Gefrierhaus für Fleisch soll 5000 Tonnen fassen

Coldstore will am Hafen ein Tiefkühllager bauen

Der Tiefkühllogistiker Coldstore möchte am Hafen ein Tiefkühllager bauen. Für den Betrieb des Hauses möchte das Unternehmen die Abwärme der Deutschen Gasrußwerke nutzen. Der Energieriese E.ON will in das Projekt einsteigen.

Dortmund

, 12.03.2018
Das Gefrierhaus für Fleisch soll 5000 Tonnen fassen

Die Abwärme der Deutschen Gasrußwerke am Hafen möchte Coldstore gerne nutzen. © Gregor Beushausen

Der Hammer Tiefkühllogistiker Coldstore möchte in Lindenhorst an der Lütge Heidestraße ein Tiefkühllager bauen. Dabei sollen auch Arbeitsplätze entstehen. Das Gefrierhaus für Fleisch und Fleischprodukte soll 5000 Tonnen fassen.

Das Besondere: Für den Betrieb des Hauses möchte Coldstore die Abwärme der Deutschen Gasrußwerke nutzen, wie Coldstore-Chef Hans Jansen bei der Messe E-world energy & water in Essen angekündigt hat. Dabei kommt ein weiterer Partner ins Spiel: Der Energieriese E.ON hat nach eigenen Angaben eine Anlage entwickelt, die überschüssige Energie der Gasrußwerke in Tiefkälte verwandelt. Dazu will E.ON eine Energiezentrale mit Wärmerückgewinnung bauen. „Damit bringen wir unterschiedliche Kundeninteressen zusammen und leisten einen Beitrag zur Neuansiedlung von Unternehmen“, sagt Bernd Schumacher, Chef von E.ON Connecting Energie.

Tiefkühllager soll Platz für bis zu 300 Tonnen Fleisch bieten

Im Tiefkühllager sollen täglich bis zu 300 Tonnen Fleisch und Fleischprodukte verarbeitet werden. Von der Lütge Heidestraße werden die Waren sowohl an Weiterverarbeiter ausgeliefert als auch per Schiff und Eisenbahn bis nach China exportiert. So zumindest der Plan. Sigfried Moritz, Finanzchef der Gasrußwerke, nennt einen weiteren Vorteil: Das Projekt sei ein gutes Beispiel für Energieeffizienz und trage dazu bei, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren. Läuft alles glatt, könnte das Tiefkühllager in etwa zwei Jahren in Betrieb gehen.

Die Stadt unterstützt das Vorhaben und öffnet die Tür zum „Kompetenzzentrum Clean Port“ („Sauberer Hafen“.) Der Name ist Programm: Auf einer zwei Hektar großen Fläche an der Lütge Heidestraße sollen Betriebe angesiedelt werden, die neue Verfahren zur Bodenverbesserung, zur Rekultivierung und zum effizienten Einsatz von Energie erforschen.

„Das Projekt passt hervorragend hinein“, sagt Horst G. Nehm, Leiter des Sondervermögens Technologiezentrum. Die Zahl möglicher neuer Arbeitsplätze sei noch offen. Coldstore Hamm etwa beschäftige bis zu 150 Mitarbeiter. Die Lage am Hardenberghafen sei ideal. „Wasser, Straße, Schiene – es gibt die Anbindung an alle Verkehrsträger“, sagt Nehm. Laufe alles glatt, könne vielleicht noch 2018 der Bauantrag eingereicht werden. Genehmigen muss ihn die Arnsberger Bezirksregierung.

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