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"Das goldene Zeitalter" feiert im Schauspiel Premiere

13. September

"Wir wollen dem Schicksal die Show stehlen", kündigt Schauspielchef Kay Voges sein neues Stück "Das goldene Zeitalter" an. Funktionieren soll das ausgerechnet mit endlosen Wiederholungen.

DORTMUND

von Von Susanne Riese

, 10.09.2013
"Das goldene Zeitalter" feiert im Schauspiel Premiere

Carlos Lobo Merle Wasmuth Björn Gabriel Eva Verena Müller Caroline Hanke Das goldene Zeitalter

Eigentlich beschäftigen die großen Themen die Kunst und das Theater, Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Erlösung, nach Liebe und Tod. Dabei sind dramatische Momente im richtigen Leben eher selten. Vielmehr ist es der Alltag, der das Leben bestimmt. Jene Endlosschleifen aus Schlafen, Essen, Arbeiten, Fernsehen, in denen alle gefangen sind. Aus diesem Stoff wollen Kay Voges und Dramaturg Alexander Kerlin zusammen mit Musiker Tommy Finke, Videokünstler Daniel Hengst und einem Team aus sechs Schauspielern etwas Einzigartiges machen. Voges: „Wir schaffen ein Unikat aus Wiederholungen. Das gab es noch nie.“

Die Themen allerdings sind so alt wie die Menschheit: „Es geht um alles“, so Kerlin – um die Frage nach dem Selbst, nach Originalität, Leben und Tod; kurz: um die „Sinfonie des Lebens“. Die Texte dazu setzen sich aus Selbstgeschriebenem und Literatur aus drei Jahrhunderten zusammen. Mit Hilfe von acht Kameras, einer Handkamera und entsprechender Software erstellt Daniel Hengst ein digitales Gedächtnis, das aktuelle Szenen rückkoppelt mit Dingen, die bereits geschehen sind. „Der Nachhall des Schauspielers trifft auf sein Ich in der Gegenwart“, so Voges.

Was und wie das genau passiert, wird sich erst am Premierenabend ergeben. Denn Voges gibt live von einem Platz im Publikum aus Regieanweisungen. So sollen Videos, Musikstücke und Aktionen der Schauspieler collagenartig bei jeder Vorführung neu gemixt werden. Die Aussicht auf einen „einzigartigen Abend“ hat beim „Goldenen Zeitalter“ also einen tieferen Sinn. Kerlin: „Wer wiederkommt, sieht definitiv etwas anderes“. Das können die Besucher dann jeweils mehr als dreieinhalb Stunden lang auskosten. Für die Schauspieler, die sich wiederholen bis zum Umfallen, eine echte Belastungsprobe, gibt Voges zu. Er spricht von „Materialermüdung“.Zum Schluss soll das einmalige Bühnengeschehen wie bei einer Nahtoderfahrung noch einmal in einem Zusammenschnitt vor den Augen der Zuschauer vorbeirasen; Tommy Finke nennt es lieber „Klangvideokunstobjekt“. Zwei neue Ensemblemitglieder werden an dieser „Mischung aus Live-Performance, Theater, Konzert und Meditation“ (Voges) mitwirken, Merle Wasmuth und Carlos Lobo.   

Tickets und Termine
Für die Premiere am Freitag, 13.9. um 19.30 Uhr im Schauspielhaus, gibt es noch Restkarten.

Weitere Termine 21. September, 9. und 17. Oktober, 1. und 22. November, 15. Dezember.

Kartenvorverkauf an der Theaterkasse im Foyer des Opernhauses, über den Ticketservice unter Tel. 502 72 22 oder online.

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