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Das verspricht der Oberbürgermeister den Menschen im Stadtbezirk

Bezirksvertretung Lütgendortmund

Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau überraschte in der Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund mit einigen Versprechen für den Stadtbezirk.

Lütgendortmund

, 21.06.2018
Das verspricht der Oberbürgermeister den Menschen im Stadtbezirk

Auch um die Leerstände, wie hier an der Limbecker Straße, will sich Ullrich Sierau verstärkt kümmern. © Uwe von Schirp

Einmal pro Legislaturperiode besucht der Verwaltungsvorstand jede der zwölf Bezirksvertretungen. Am Dienstag machte die Rathausspitze mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau Station in Lütgendortmund. Einige Probleme machte der OB an diesem Abend zur Chefsache. Der „schnelle Sierau“, das ist nicht despektierlich gemeint, war in Höchstform. Gerade bei einigen geplanten Baustellen drückte er sprichwörtlich aufs Gas:

Dauerparker und Verkehrsbehinderung: Ob abgestellte LKW und Wohnwagen auf Bürgersteigen oder Dauerparker im Ortskern, beides stößt nicht nur den Bezirksvertretern übel auf. Als Beispiel wurde unter anderem die Bockenfelder Straße genannt, wo permanent Lastwagen auf dem Geh- und dem Fahrradweg parken.

Schon mehrfach hatte sich Anwohner Hans Reinhard Noetzel in der Einwohnerfragestunde darüber beklagt. Ullrich Sierau versprach, dass die Stadt hier mehr Präsenz zeigen werde. Er bat Bezirksverwaltungsstellenleiterin Birgit Durrei darum, ihm eine Aufstellung zu schicken. „Wenn die ein paar Mal ein Knöllchen bekommen haben, werden die sich nicht mehr dort hinstellen.“

Freilaufende Hunde im Dorneywald

Hunde im Dorneywald: SPD-Bezirksvertreter Andreas Lieven wies daraufhin, dass die freilaufenden Viebeiner abseits der regulären Wege ein zunehmendes Problem seien. Er forderte eine verstärkte „Bestreifung“, die auch in der Lage sei, ein Bußgeld zu verhängen. Sierau nahm die Kümmerkarte an.

Dritter Bauabschnitt Provinzialstraße: Unruhig wurde es am Dienstagabend im Gremium, als Martin Krieg, stellvertretender Fachbereichsleiter des Tiefbauamts, mitteilte, dass der dritte Bauabschnitt der Provinzialstraße, zwischen Kaubomstraße und Stadtgrenze Bochum, im dritten Quartal 2020 in Angriff genommen werden soll.

Das brachte Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp auf die Palme. „Dieser Abschnitt ist am kaputtesten, und gerade hier dauert es so immens lange.“ Und weiter: „Bei den Anwohnern klirren die Gläser im Schrank, reißen die Fliesen im Bad, wir sind alle ratlos und wissen schon nicht mehr, was wir den Anwohnern noch erwidern sollen.“

Der Oberbürgermeister zeigte Verständnis: „Das ist dem Bürger nicht mehr zu vermitteln, und dem Oberbürgermeister auch nicht. Wir gucken, ob wir das auch früher hinkriegen.“ Das Problem, so Sierau, existiere vierlerorts. Über Jahre habe man den Schwerpunkt nicht auf die Straßensanierung gelegt, „bis dann alle in die Puschen kommen, das dauert.“

Leerstände im Ortskern

Leerstände: Heiko Brankamp listete zwei Mängel auf. Die fast leer stehende Konze-Immobilie und der Leerstand an der Limbecker Straße seien zwei Pestbeulen im Ortskern. „Trotz größter Bemühungen finden wir keine Investoren.“ Kritisch äußerte sich Brankamp über den gescheiterten Versuch, das Haus an der Limbecker Straße/Ecke Provinzialstraße mit Hilfe eines Investors wieder herzurichten. Das sei durch die Intervention der Denkmalbehörde gescheitert.

„Nun verfällt es, damit ist wohl niemandem gedient.“ Davon höre er das erste Mal, sagte Sierau. Das sollte man noch einmal aufgreifen. In Sachen Leerstand bot er dem Gremium einen Rundgang an. „Und wir werden versuchen, dazu die Eigentümer einzuladen.“

Straßensanierung Lütgendortmunder Hellweg: Für Unmut sorgte die Aussage von Martin Krieg, dass die geplante Erneuerung auf dem Lütgendortmunder Hellweg acht Monate dauern würde: „Auf der Bürgerversammlung hat man uns mit zwölf Wochen Bauarbeiten beschwichtigt. Acht Monate wären eine Katastrophe, durch die lange Donetz-Baustelle und den Wasserbruch sind hier ohnehin alle schon gebeutelt“, wetterte Brankamp.

Diese Diskrepanz lasse sich sicherlich aufklären, beschwichtige Sierau. Das konnte dann gestern auch Stadtsprecherin Heike Thelen auf Anfrage: „Es bleibt dabei, dass die Bauzeit voraussichtlich zwölf Wochen, also drei Monate, dauert. Wir entschuldigen uns für die Verunsicherung, die durch einen Übertragungsfehler ausgelöst wurde. Sofern das derzeit laufende Vergabeverfahren reibungslos abläuft, sollen die Arbeiten Anfang August beginnen.“

Ampelanlage A40/Wilhelmshöh

Ampelanlage A40/Wilhelmshöh: An dieser Stelle erntete der OB Applaus. Nachdem Martin Krieg den Baubeginn im Jahr 2020 angekündigt hatte, legte Heiko Brankamp Veto ein: „Der Zustand ist dort nicht mehr haltbar. Die Ampelanlage sollte doch schon 2017 stehen.“ Sierau: „Wir machen das mal ein bisschen schneller. Also Ende 2019.“

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Thema in der Bezirksvertretungs-Sitzung war auch das Baugebiet am Steinsweg in Oespel. Dazu merkte Stadtrat Ludger Wilde an, dass der mehrfach gekippte Bebauungsplan in einer neuen Fassung in der zweiten Jahreshälfte ausgelegt würde, man aber mit einem weiteren Klageverfahren rechne.
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