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Der Musik- und Kulturort in der Gneisenaustraße feierte sein Fünfjähriges

Rekorder

Er ist eine der wichtigsten Szene- und Musikeinrichtungen in Dortmund: der Rekorder. Am Freitagabend feierte der Kreativort seinen fünften Geburtstag mit Liveband und einer langen DJ-Nacht.

Nordstadt

, 15.07.2018
Der Musik- und Kulturort in der Gneisenaustraße feierte sein Fünfjähriges

Die Band „Letzte Runde“ war mit viel Witz in den Texten der passende Act zur ausgelassenen Feier des fünften Rekorder-Geburtstags. © Oliver Schaper

Das Ladenlokal in der Gneisenaustraße stand bis vor fünf Jahren als ehemalige Kneipe leer. Damals hatte ein Künstlerkollektiv erfolgreich das „Tonbande Festival“ veranstaltet und wollte dies verstetigen.

2013 gründete sich dann der gemeinnützige Kunst- und Kulturverein Tonbande e. V. als Kollektiv aus DJs, Musikern, Autoren und Künstlern und bezog im Juli desselben Jahres den Rekorder. Bis heute eine Erfolgsgeschichte, die sich weiterschreibt.

Finanziell passt es

Und die sich finanziell trägt. Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit veranstaltet das Tonbande-Kollektiv einen bunten Reigen an Musik- und Kulturformaten oder nutzt die Räumlichkeiten zum Austausch von Künstlern und Kreativen.

Der Musik- und Kulturort in der Gneisenaustraße feierte sein Fünfjähriges

Der Eingangsbereich des Rekorder an der Gneisenaustraße 55 in der Nordstadt. © Rüdiger Barz (Archiv)

„Wir sehen uns und den Rekorder als Kunst- und Kulturort, als Kneipe mit alternativem Programm“, so Schlakks von der Tonbande. Dabei haben sie nach eigener Aussage den großen Vorteil, als Verein die Freiheit zu haben, sich nicht an Genre oder Vorgaben zu klammern. „Wir machen alles, was gut ist“, ergänzt er und erklärt, dass dazu sowohl international bekannte Künstler gehören, wie Newcomer aus der Region oder speziell die Unterstützung lokaler Künstler.

Dazu zählen neben Konzerten und Partys auch ungewöhnliche Formate wie der „Quizettenrekorder“ als Ratespiel, „Songs & Cakes“ als Sonntagnachmittagskonzert mit Kuchen oder „Swap it!“ als kostenfreie Tauschbörse. Gerade bei Letzterem ist der sozialgesellschaftliche Inhalt wichtig, der kritische Umgang mit der heutigen Konsumgesellschaft.

„Wo ist der Schnaps am schönsten – im Verein!“

An diesem Abend stand aber das Feiern im Vordergrund. Schon früh kamen die ersten Gäste, um zu gratulieren oder noch mit selbst mitgebrachtem Bier vor der Tür zu verweilen. Die Menschentraube vor dem Rekorder wurde größer und größer, ein Cocktailstand kam dazu und nach und nach verlagerte sich alles in den Rekorder. Dieser war im oberen Bereich mit über 80 verschiedensten Blumen geschmückt, die alle einzeln an einem Faden von der Decke hingen.

Jeder, der später ging, konnte sich eine der Blumen abschneiden und mitnehmen. Im Keller sorgte die Band „Letzte Runde“ mit ihren deutschsprachigen, lustigen Texten für ausgelassene Stimmung. Ihre Musik bezeichnen sie selber als „Kneipencore-Mariachi-Ukulelen-Schnapsmusik“ und mit Liedern wie „Wo ist der Schnaps am schönsten – im Verein!“ trafen sie passend das Motto des Abends.


Party bis in die Nacht

Bis spät in die Nacht hinein legten danach die verschiedenen Resident-DJs des Rekorders im Club-Raum eine Mischung aus Funk, Soul oder Hip-Hop auf. Es war ein bunter, langer Abend mit einer ausgelassenen Feierstimmung – zumal auch viele aus der Nachbarschaft vorbeikamen und gratulierten.

Der Musik- und Kulturort in der Gneisenaustraße feierte sein Fünfjähriges

Die stolzen Betreiber des Rekorder. Ein Verein trägt den Club und die Livemusik-Bühne. © Oliver Schaper

Nach einer kurzen Sommerpause geht es im Rekorder dann mit gewohnten und neuen Formaten weiter. Dazu zählt eine Produktion im Rahmen der Ruhrtriennale mit Schorsch Kamerun Musikfestivals wie das „Mukkefux“ oder „Tanz auf den Ruinen“ sowie die neue Reihe „Beatgalaxis“, die sich um das Thema „Produzieren von Beats“ dreht.

Somit bleibt der Rekorder ein Paradebeispiel für kreative, künstlerische Underground-Arbeit, die weit über das Musikalische und Nightlife hinaus geht.

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