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Der neue Greveler Dorfplatz soll noch 2018 fertig werden

Ersatz Maibaumplatz

Wegen der Neugestaltung des Greveler Dorfkerns muss der Bürger- und Heimatverein seinen alten Maibaumplatz an der Hostedder Straße räumen. Doch der Ersatz wirkt vielversprechend.

Grevel

, 12.07.2018
Der neue Greveler Dorfplatz soll noch 2018 fertig werden

So sieht der Entwurf des „Planungsbüros Mertin – Architekt Stephan Mertin“ für den Greveler Dorfplatz aus. Es gibt Exponate, die auf die Vergangenheit Dortmunds hindeuten. © Grafik Planungsbüro Mertin

Bei der Weihnachtsmusik an Heiligabend möchte der Bürger- und Heimatverein Grevel seinen neuen Dorfplatz eröffnen. Der soll etwa 1000 Quadratmeter groß werden und zwischen den Straßen In der Liethe im Norden und Am Brandhof im Westen liegen.

Bekanntlich musste der Verein den alten Maibaumplatz an der Hostedder Straße aufgeben, weil dort im Zuge der „Dorfentwicklung Grevel“ gebaut werden soll (wir berichteten).

Nostalgie und Moderne

Dem Präsidenten des Vereins, Dr. Franz-Werner Adrian, schwebt eine Verbindung zwischen Nostalgie und Moderne vor, die den Platz für alle Generationen zum Anziehungspunkt machen soll. Für die Tradition stehen dabei einige Exponate, die an die Vergangenheit Dortmunds erinnern sollen: eine Lore und eine Seilscheibe für den Bergbau, ein Pflug für die Landwirtschaft sowie weitere Exponate von Brauerei- und Hoeschmuseum, die an die Stahlkocher- und Bierbrauer-Tradition in Dortmund erinnern sollen. Hinzu kommen Lampen und Bänke in nostalgischem Stil.

Moderne Stufenkonstruktion

Für das Element des Modernen soll zum Beispiel eine Stufenkonstruktion sorgen, auf der sich Jugendliche treffen können. Der (Rasen-) Platz soll zwar offen bleiben und immer zugänglich sein, aber durch eine Weißdornhecke eingefasst sein. Der Grüne Kreis werde bei den Bepflanzungen helfen, so Adrian.

Der Platz gehört der Stadt Dortmund und wird dem Verein kostenlos überlassen. Allerdings muss der sich um die Pflege kümmern – Rasen mähen zum Beispiel – und hat die Verkehrssicherungspflicht.

Platzgestaltung kostet 66.000 Euro

Die gesamte Platz-Umgestaltung kostet 60.000 Euro. Die Kosten teilen sich die Stadt, der Heimatverein (auch durch ehrenamtliche Arbeitsleistungen) und die Bezirksvertetung Scharnhorst. Die hat in ihrer Juli-Sitzung 17.500 Euro Zuschuss bewilligt. In dem entsprechenden SPD-Antrag heißt es unter anderem: „Die bereits vorliegenden Pläne und Entwurfsgrafiken zeigen, dass mit dem zukünftigen neuen Greveler Dorfplatz ein weiterer attraktiver Anlaufpunkt für den gesamten Stadtbezirk Scharnhorst und darüber hinaus entsteht, der auch die Förderung seitens der Bezirksvertretung verdient.“

„Nordwärts“ ist dabei

Mit im Boot ist auch das Projekt „Nordwärts“: Adrian sagt dazu: „Momentan hat die Stadt auch durch dieses Projekt den Dortmunder Norden im Auge. Das ist eine Chance, die vielleicht in fünf Jahren nicht mehr existiert.“

Folgende Nutzungsmöglichkeiten schweben Adrian für den Dorfplatz vor:

Aufbau des Maibaums, Lännekenmarkt, Ökumenische Gottesdienste, Weihnachtsbaum mit gemeinsamem Singen, Kinderfeste, Dorffeste, Jazzfrühstück, Chorgesang, Basketball, Boulebahn, Fahrradständer.

Bis das alles umgesetzt ist, steht dem Verein allerdings noch eine Menge Arbeit bevor. Bis jetzt sind lediglich zwei Fundamente für die Seilscheibe gegossen.

Adrian sieht dem gesamten Vorhaben positiv entgegen. Wenn die Greveler Neubebauung realisiert sei, stehe der Platz nicht mehr so isoliert da und passe sich gut ins gesamte Dorfgefüge ein. Natürlich gebe es auch Stimmen von Dorfbewohnern, die dem alten Platz an der Hostedder Straße hinterhertrauern, weil sie sich an ihn gewöhnt haben.

Schwer einsehbar

Apropos alter Maibaumplatz: Vielen Grevelern falle die permanent zunehmende Vermüllung an den Glascontainern am Maibaumplatz auf.

Allerdings sei der Platz schwer einsehbar: Der Containerstandort sei seinerzeit sicherlich auch unter dem wesentlichen Gesichtspunkt der reduzierten Lärmbelästigungen bei den Anwohnern ausgesucht worden.

Die EDG leiste dort eigentlich einen guten Job – allerdings liege der Müll dort doch manchmal zwei bis drei Tage unansehnlich herum und versperre häufig sogar den Zugang zu den hinteren Öffnungen der Glascontainer. Eine Sortierung nach Glasfarben sei dann nicht mehr möglich. Ein anderer Containerstandort wäre hilfreich, so Adrian.

Doch zurück zum neuen Dorfplatz: Franz-Werner Adrian sieht einen guten Grund, warum eine Realisierung des neuen Platzes noch in diesem Jahr wünschenswert wäre: Grevel besteht 2018 seit 825 Jahren, hat also ein kleines Jubiläum.

Der Bürger- und Heimatverein Grevel besteht seit 1981 und hat sich mittlerweile zu einem der mitgliederstärksten Vereine dieser Art im Dortmunder Raum entwickelt. Mehr dazu im Internet: www.heimatverein-grevel.de
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