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Die Dasa lässt ab Sonntag die Glocken läuten

Ausstellung "Heavy Metal"

Ab Sonntag wird es laut in der Dasa: Denn dann läutet schweres Metall. "Heavy Metal" heißt die Ausstellung, die sich mit Glocken, dem Handwerk und den Berufen beschäftigt. So wird am Friedrich-Henkel-Weg die Weihnachtszeit eingeläutet. Wir zeigen, wie die Ausstellung aussieht und klingt.

DORSTFELD

, 27.11.2014
Die Dasa lässt ab Sonntag die Glocken läuten

Diese Glocke begrüßt die Besucher gleich zu Beginn, am Anfang der Ausstellung. Sie wiegt 1,5 Tonnen und ist von 1949.

Vier bronzene Glocken aus verschiedenen Epochen, aber alle tonnenschwer, stehen im Raum in der zweiten Etage. Neben einigen liegt ein Klöppel. Wer kräftig auf die Glocke hämmert, bekommt einen donnernden, lang nachhallenden Ton als Antwort. Zum Beispiel bei der Jakobus-Glocke aus dem Jahr 1949.

Ganz anders hört sich der Ton einer anderen, neueren Glocke in der Ausstellung an. Sie ist umgedreht und mit Wasser gefüllt. Wer dagegen hämmert, kann sehen, wie das Wasser vibriert.

 „Glocken üben etwas Faszinierendes aus“, sagt Hendrik Sonntag, Leiter des Westfälischen Glockenmuseums in Gescher. Jede Glocke ist ein Unikat. Jede Glocke hat ihren eigenen Klang. Das darf jeder Besucher selbst herausfinden. In der Dasa sehen und hören die Besucher nicht nur das tonnenschwere Metall, sie lernen auch Handwerk und Beruf kennen, den Weg vom Gießen bis zum Einbau in den Kirchturm. Glöckner gibt’s heute kaum noch. Türmer auch nicht. Ihre Aufgaben seien die gleichen, nur, dass der Glöckner bei der Kirche und der Türmer bei der Stadt angestellt sei, erklärt Sonntag. Heute übernehmen Maschinen das Glockenläuten. 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

"Heavy Metal" in der Dasa

Schweres Metall in der Dasa: In der neuen Ausstellung "Heavy Metal" dreht sich alles um das Glockenhandwerk. Am Sonntag (30. November) wird die Ausstellung eröffnet, wir haben uns schon einmal umgesehen.
27.11.2014
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So sieht die Form für eine Glocke aus. Sie besteht aus mehreren Schichten, die mittlere wird vor dem Gießen zerstört - in die entstandene Lücke kommt dann die flüssige Bronze.© Foto: Dieter Menne
Die Jakobus-Glocke von 1959 hat die am meisten verbreitete Form bei Glocken: die "Gotische Rippe".© Foto: Dieter Menne
Diese Glocke hat sich die Dasa beim Westfälischen Glockenmuseum aus Gescher geliehen.© Foto: Dieter Menne
Diese Glocke begrüßt die Besucher gleich zu Beginn, am Anfang der Ausstellung. Sie wiegt 1,5 Tonnen und ist von 1949.© Foto: Dieter Menne
Ein Blick in die Glocken-Form.© Foto: Dieter Menne
Jede Glocke hat auch eine Innschrift.© Foto: Dieter Menne
Um im Kirchturm überhaupt hängen zu können, brauchen die Glocken einen Glockenstuhl.© Foto: Dieter Menne
Die Glcoke ist von 1931, sie hatte einen Sprung, der aber repariert wurde. Jetzt kann sie wieder klingen.© Foto: Dieter Menne
Glockenstühle werden aus Holz gebaut, denn Stahl kann rosten.© Foto: Dieter Menne
Ein weiteres Modell in der Ausstellung.© Foto: Dieter Menne
Die Jakobus-Glocke.© Foto: Dieter Menne
Eine andere Glockenform ist die Zuckerhutglocke. Dies ist eine Nachbildung einer Glocke aus dem 12. Jahrhundert. Die Zuckerhutglocke ist Vorläufer der "Gotischen Rippe".© Foto: Dieter Menne
So schön verziert können Glocken sein.l© Foto: Dieter Menne
In der Ausstellung können sich die Besucher ganz genau ansehen, wie die Glocken im Glockenstuhl hängen. Sie lernen auch einiges über Zimmermänner und Glockengießer.© Foto: Dieter Menne
Das älteste Glockenmodell in der Ausstellung ist die Nachbildung einer römischen Glocke.© Foto: Dieter Menne
Historische Bilder zeigen, die Entstehung der Glocken.© Foto: Dieter Menne
Ein Blick in die Glockenwerkstatt.© Foto: Dieter Menne
Die Ausstellung zeigt alle Schritte von der Herstellung der Glocke bis zum ersten Läuten im Kirchturm.© Foto: Dieter Menne
Mit "Heavy Metal" soll auch die Weihnachtszeit in der Dasa eingeläutet werden.© Foto: Dieter Menne
Schlagworte Dortmund

Außerdem erfahren die Besucher Schritt für Schritt, wie eine Glocke gegossen wird, wie sie in den Glockenstuhl kommt und zum ersten Mal läutet.  Die große Glocke in der Reinoldikirche wiegt übrigens 6,5 Tonnen. Insgesamt hängen im Reinoldikirchturm 35 Glocken. Zur Ausstellung werden auch Turmführung in St. Reinoldi angeboten.

„Heavy Metal“ wird am Sonntag (30. 11.) um 11 Uhr in der Dasa, Friedrich-Henkel-Weg 1-25, eröffnet.
Die Ausstellung läuft bis zum 15. März 2015.
Eintritt (inklusive Dasa-Eintritt): 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, für Familien 10 Euro.
Öffnungszeiten: Di-Fr 9-17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr. 

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