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Die Suche der Dortmunder Polizei nach dem Serientäter

Drei Sexualstraftaten

Nach drei Sexualstraftaten sucht die Polizei in Dortmund einen Serientäter. Ein Hinweis einer Spaziergängerin führte am Donnerstagmorgen in einen Wald am Ahlenberg.

Dortmund

, 23.08.2018
Die Suche der Dortmunder Polizei nach dem Serientäter

Die Polizei will informieren und sucht Zeugen: Kriminalhauptkommissar Markus Schettke im Gespräch mit einer Bürgerin im Stadtteil Wellinghofen. 1000 Meter davon entfernt ist am 13. August eine Frau überfallen worden. © Peter Bandermann

Es ist Donnerstag, 8.15 Uhr. Eine Hundehalterin ist in einem Waldgebiet in der Nähe des Restaurants „Dieckmann‘s“ im Dortmunder Süden unterwegs - und beobachtet einen Mann, der sie konsequent verfolgt. Sein Gesicht soll dem von der Polizei veröffentlichten Phantombild ähneln. Allerdings ohne Dreitagebart, sondern rasiert. Die Hundehalterin alarmiert die Polizei. Innerhalb kürzester Zeit treffen zunächst vier Streifenwagen ein.

Dann die Entwarnung. Die Personenbeschreibungen stimmen nicht überein. Eine Szene, die sich in diesen Tagen in Dortmund wiederholen kann. „Wir nehmen jeden Hinweis sehr ernst und gehen jedem Hinweis nach“, sagt Polizeisprecherin Cornelia Weigandt. Das können „Ad hoc“-Einsätze als Reaktion auf einen Notruf sein oder lautlose Ermittlungen, die später ohne Blaulicht und Alarm zu einer Anschrift führen, an der sich der gesuchte Mann aufhalten könnte.


Seit klar ist, dass ein Sexualstraftäter für die Überfälle auf drei Frauen innerhalb von fünf Tagen verantwortlich sein soll, ist die Dortmunder Polizei im Stadtgebiet unterwegs, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und aktiv Zeugen zu suchen. Sie will den Fahndungsdruck erhöhen und warnen. Die Taten ereigneten sich

  • am 13. August um 17.40 Uhr in einem Wald in Hacheney. Das Opfer ist 54 Jahre alt
  • am 18. August um 11.30 Uhr auf einem Feldweg in Lichtendorf. Das Opfer ist 60 jahre alt
  • am 18. Augut um 21.45 Uhr auf einem Spielplatz in Westerfilde. Das Opfer ist 49 Jahre alt

Mit Flugblättern gibt die Polizei Hinweise „zum Schutz vor sexuellen Übergriffen“. Insbesondere Frauen sollen bei Spaziergängen oder auf der Joggingstrecke sehr aufmerksam sein und keine Musik über Kopfhörer hören. „Achten Sie auf ihr Bauchgefühl, das Gefühl, dass etwas oder jemand nicht in Ordnung ist“.

Kriminalpolizisten, Bezirksdienstbeamte aus den Wachen in den Stadtteilen sowie Beamte der Fahrradstaffel und der Reitertstaffel verteilen die Flugblättter.

Polizei bittet: nicht bewaffnen

„In fast allen Fällen tritt dieses Gefühl als instinktives Alarmsignal auf“, schreibt die Polizei - ist das Gefühl da, gibt es nur noch eins: Den Notruf 110 wählen, die Situation und den Aufenthaltsort beschreiben, schnellstmöglich andere Menschen um Hilfe bitten und einen sicheren Ort aufsuchen.

Eindringlich warnt die Polizei vor „eigener aktiver Bewaffnung“, einschließlich Pfefferspray. Der Täter könne sein Opfer entwaffnen und die Waffen selbst anwenden. Schrillalarm-Geräte und Trillerpfeifen seien geeignete „Krachmacher“, um auf eine Notlage aufmerksam zu machen.

Die Polizei sucht weiter Zeugen, die Hinweise auf den Mann geben können: Wo ist er gerade unterwegs? Wo wohnt er? Wo hat er sich einmal aufgehalten? Wer könnte mehr wissen? Zeugen können sein:

  • Jogger, Spaziergänger, Radfahrer, die in Hacheney, Lichtendorf und Westerfilde in der Nähe der Tatorte gewesen sind
  • Autofahrer, die auf den Rombergpark-Parkplätzen in Hacheney oder Rombergpark ein- und ausgestiegen sind
  • Kunden von DSW 21, die in Hacheney, Westerfilde und Lichtendorf mit Bussen und/oder Bahnen unterwegs waren oder sind

Die Suche der Dortmunder Polizei nach dem Serientäter

Mit diesem Phantombild sucht die Polizei den Sexualstraftäter. © Polizei Dortmund


Hier noch einmal die Täterbeschreibung, mit der die Polizei seit der Tat in einem Wald in Hacheney arbeitet:

  • 1,70 Meter groß und schlank
  • dunkle Haare und Dreitagebart
  • nordafrikanisches Erscheinungsbild
  • rotes Tshirt mit weißer Schrift und Emblem auf der Brust
  • blau-weiß-rote Trainingsjacke
  • graue Jogginghose
An diesen Orten informiert die Polizei am 23. August:
  • Renninghausen: 11 bis 15 Uhr, Parkplatz Hagener Straße (Einkaufsmärkte)
  • Hacheney: 17 bis 19 Uhr, Hacheneyer Kirchweg 150 (Turnhalle)
  • Brünninghausen: 16 bis 19 Uhr, Parkplätze Rombergpark
  • Sölde: 11 bis 14 Uhr, Sölder Straße 145 (Einkaufsmärkte)
  • Westerfilde: 11 bis 19 Uhr, Stadtbahn-Endstation
Hinweise auf eine verdächtige Person an die Kriminalpolizei in Dortmund unter Tel. 0231 / 1 32 79 99 oder im Notfall an den Notruf 110.
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