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Diese 30 Blockflöten klingen wie eine riesige Kirchenorgel

Blockflötenconsort spielt Konzert

"Blockflötenorchester" - das könnte auch ein abwertender Ausdruck sein für ein Ensemble, das in erster Linie durch Fiepen und Danebenhupen auffällt. Wer das denkt und seine Meinung gern mal ändern würde, dem sei der Besuch des Konzerts des Blockflötenconsorts empfohlen.

DORTMUND

von Von Tilman Abegg

, 12.11.2013
Diese 30 Blockflöten klingen wie eine riesige Kirchenorgel

Das sind einige der Musiker des Blockflötenorchesters und ihre Instrumente: Links vorn die schwarze Sopranflöte, das helle Kantige rechts hinten ist die Kontrasubbassflöte. Rechts Dirigent Dietrich Schnabel mit seinem Instrument, dem Taktstock.

Wenn dieser Klangkörper aus rund 30 Musikern mit gelochten Holzröhren aus Oliven-, Buchen- oder anderen Hölzern zur Sinfonie anhebt, klingt das überhaupt nicht nach einer Grundschulklasse mit Atemnot, sondern eher wie eine riesige Kirchenorgel mit Pfeifen aus Holz. Einmal im Monat treffen sich die Musiker, die etwa zur Hälfte aus Dortmund, zur Hälfte aus Städten von Hamburg bis Nürnberg kommen, um mit Dirigent Dietrich Schnabel im Scharnhorster Gemeindezentrum zu proben.Wenig spezielle Noten Etwa 70 Blockflötenorchester in Deutschland sind auf der Internetseite blockfloetenorchester.de verzeichnet. Noten speziell für solche Orchester gibt es bisher noch wenig. Der Klang ist etwas Besonderes, erklärt Dirigent Schnabel: Sehr weich und warm, ohne spitze Blechbläser und harte Schlagwerke.

Dadurch lassen sich zum Beispiel dissonante Klänge, die eigentlich nicht zusammenpassen, anders und öfter einsetzen, weil sie von den Flöten gespielt viel angenehmer klingen.Viele klassische Stimmlagen Die Stimmen decken viele klassische Stimmlagen ab: Von der Sopranino-Flöte, die man bequem in die Tasche stecken könnte, bis zur Kontrasubbassflöte, die aus mehreren kastenförmigen Elementen zusammengesetzt ist.

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Probenbesuch beim Blockflötenorchester

Probenbesuch beim Blockflötenconsort, dem Dortmunder Blockflötenorchester: Die Kleinste sieht ganz normal aus, aber die Größte passt aufrecht nicht durch die Tür. Die Instrumente des Orchesters allein sind schon einen Besuch wert.
12.11.2013
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Das ist die größte Blockflöte des Blockflötenorchesters: Eine Kontrasubbassflöte in F. Ihr Ton ist so tief, dass man ihn eher spüren als hören kann. Viele Heizungsgebläse in Kirchen machen einen ähnlichen, kaum hörbaren Ton - wenn das Orchester in so einer Kirche spielt, muss die Heizung vorher ausgeschaltet werden, damit der Klang nicht verunreinigt wird.© Foto: Tilman Abegg
Das ist das ganze Orchester bei der Probe für das Konzert am 24. November im Rathaus.© Foto: Tilman Abegg
Dirigent ist Dietrich Schnabel.© Foto: Tilman Abegg
Die höchste Stimme bei der Probe: Die Sopranflöte.© Foto: Tilman Abegg
Je der Dirigent nach rechts schaut,...© Foto: Tilman Abegg
...desto größer werden die flöten und desto tiefer ihre Stimmungen.© Foto: Tilman Abegg
Das ist auch eine von den ganz tiefen Stimmen. Jemand nannte dieses Instrument mal "Zaunpfahl", erzählt die Musikerin.© Foto: Tilman Abegg
Die meisten Flötisten des Orchesters können mehrere Flöten spielen.© Foto: Tilman Abegg
So können sie die Stimmen übernehmen, die gerade gebraucht werden.© Foto: Tilman Abegg
In der Pause lehnt die Kontrasubbassflöte an der Wand. Die Flötisten nennen sie manchmal "Ikeaflöte" - weil sie aussieht wie ein Bücherregal von der Seite.© Foto: Tilman Abegg
"Das dunkle Biest" heißt diese große Flöte nicht wirklich - könnte sie aber.© Foto: Tilman Abegg
Von Nahem sind die schönen Hölzer und ihre Maserungen zu erkennen.© Foto: Tilman Abegg
Um das Orchester herum liegen viele kleinere Flöten in Koffern herum,...© Foto: Tilman Abegg
...für den Fall, dass sie gebraucht werden,...© Foto: Tilman Abegg
...und die größeren...© Foto: Tilman Abegg
...stehen an der Wand.© Foto: Tilman Abegg
Und hier probt Dortmunds einziges Blockflötenorchester: Im Schalom-Gemeindezentrum in Scharnhorst.© Foto: Tilman Abegg
Schlagworte Dortmund

Sie sieht aus wie ein Bücherregal von der Seite (Spitzname „Ikeaflöte“).Das müssen Sie wissen: Beim Jahreskonzert am Sonntag (24. 11.) um 17 Uhr im Rathaus spielt das Blockflötenconsort die Uraufführung eines Stücks, das Lance Eccles für Dietrich Schnabel geschrieben hat, Werke von Marg Hall, H.L. Hassler und eine Eigenkomposition vom Dirigenten Dietrich Schnabel selbst. Der Eintritt ist frei.