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Diese Daten zur Arbeitslosigkeit in Dortmund sollten Sie kennen

Spezial

Mehr als jeder achte erwerbsfähige Dortmunder war 2013 arbeitslos - damit belegt Dortmund den traurigen Spitzenplatz in NRW. Doch wie verteilt sich die Arbeitslosigkeit innerhalb der Stadt? Wie hat sie sich seit 1976 entwickelt? Und welche Gruppen sind besonders betroffen? Ein interaktiver Überblick.

DORTMUND

, 08.01.2014

Die Arbeitslosigkeit in Dortmund hat in den vergangenen knapp 40 Jahren stark geschwankt. Seit Mitte der siebziger Jahre stieg die Arbeitslosigkeit stark an - der Strukturwandel ist der Hauptgrund. 1987 schloss Dortmunds letzte Zeche, in den Achtzigern gab es auch bei Hoesch große Entlassungswellen. 2005 erreichte die Arbeitslosigkeit einen weiteren Höhepunkt. Mit Einführung der Hartz-IV-Gesetze wurde deutlich, dass mehr Dortmunder keine Arbeit haben.  

Mit einer Durchschnittsquote von 13,2 Prozent im Jahr 2013 weist der Arbeitsagenturbezirk Dortmund die höchste Arbeitslosigkeit in ganz NRW auf - vor Duisburg (12,9 Prozent) und Gelsenkirchen (12,6 Prozent). Doch die Unterschiede innerhalb des Stadtgebiets sind immens: Sie reichen von Quasi-Vollbeschäftigung in Syburg mit 2,1 Prozent bis hin zur Nordstadt, wo mehr als jeder Vierte keine Arbeit hat.

Quelle: Dortmunder Statistik Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit ganz unterschiedlich in den einzelnen Stadtteilen entwickelt. Während in Deusen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist (- 1,4 Prozent), ist sie in Westerfilde um 1,6 Prozentpunkte gestiegen. Jedoch ist dabei zu beachten, dass in einwohnerschwachen Gebieten wie in Schwieringhausen, Holthausen oder auch Deusen kleine Veränderungen in den absoluten Zahlen große Effekte auf die Quote haben. Auf der Karte sind die Gebiete mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit grün, solche mit Stagnation grau und jene mit einem Anstieg rot eingefärbt.

Quelle: Dortmunder Statistik Schaut man sich einen größeren Zeitraum an, fällt auf: Generell ist die Arbeitslosigkeit in Dortmund in den vergangenen Jahren zurückgegangen - seit dem jüngsten Höhepunkt der Arbeitslosenzahlen 2005 (18,1 Prozent) um immerhin 4,9 Prozentpunkte. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass es durch die Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe im Zuge der Hartz-IV-Reformen 2005 zu einem generellen Anstieg der Arbeitslosenzahlen kam. Dieser Effekt war in den sozial schwachen Stadtteilen besonders stark ausgeprägt.

Quelle: Dortmunder Statistik Wer ist arbeitslos in Dortmund? Bildung und Ausbildung sind in Dortmund bei dieser Frage die entscheidenden Faktoren. Sechs von zehn Dortmunder Arbeitslosen haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Akademiker bilden hingegen nur einen geringen Anteil der Dortmunder Arbeitslosen.

Etwa jeder zehnte Arbeitslose in Dortmund ist jung. Mit einem Anteil von knapp neun Prozent liegt Dortmund leicht unter dem Landeswert von 9,4 Prozent.

Im Dezember 2013 hat die Arbeitslosigkeit in Dortmund mit einer Quote von 12,5 Prozent erstmals im vergangenen Jahr den Vorjahreswert unterschritten. Unsere letzte Grafik zeigt die Arbeitslosenquoten der Jahre 2010 bis 2013 jeweils im Jahresverlauf.

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