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Diese Sportplatz-Planungen verwirren die Hacheneyer

Neues Stadion

Ein neues Leichtathletik-Stadion in Hacheney? Oder doch nur etwas mehr Platz für 20 bis 30 Sportler? In Hacheney herrscht Verwirrung über Umbaupläne für die Bezirkssportanlage, die noch vor einem halben Jahr ganz anders klangen als in der letzten Bezirksvertretungssitzung.

HACHENEY

, 11.10.2016
Diese Sportplatz-Planungen verwirren die Hacheneyer

Die Bezirkssportanlage Hacheney (in der Bildmitte) soll mittelfristig zu einem Leichtathletik-Stadion umgebaut werden. Wie umfangreich die Planungen werden, ist strittig. Umgeben ist die Anlage von Einfamilienhäuern (unterer Bild-Teil), die den Kern von Hacheney ausmachen, und vom urbanen Hörde inklusive des Schulzentrums (nördlich des Sportplatzes).

Im März hat der Rat der Stadt Dortmund den schrittweisen Umbau der Bezirkssportanlage an der Hacheneyer Straße beschlossen. Daraufhin stellten Anwohner Fragen, die jetzt, ein halbes Jahr später, beantwortet wurden. In der entsprechenden Sitzung der Bezirksvertretung Hörde klang jedoch plötzlich alles ganz anders.

Was wurde im Rat der Stadt genau beschlossen?

In dem Ratsbeschluss von März ist die Rede von einem kurzfristigen Ausbau für den Trainingsbetrieb, aber auch von einer zweiten und dritten Ausbaustufe. Die Umsetzung soll bis zu fünf Jahre dauern, das Ziel: ein Stadion für regelmäßige Veranstaltungen mit bis zu 800 Besuchern.

Welche Fragen haben die Bewohner des Wohnviertels gestellt?

Fragen, die sich Bewohner eines ruhigen Wohnviertels nun einmal stellen, wenn sie hören, dass mittelfristig ein relativ großes Stadion in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft entstehen soll: Was passiert in Sachen Verkehr und Parkplätze? Wie ist die Lärmbelastung? Wie genau würde so ein Stadion eigentlich genutzt?

Die Bezirksvertretung Hörde hatte im Februar bereits Redebedarf angemeldet und um einen Aufschub des Beschlusses gebeten. Dieser Empfehlung waren die politischen Ausschüsse und der Stadtrat aber nicht erfolgt und hatten die Planung festgeschrieben.

Was haben die Sport- und Freizeitbetriebe geantwortet?

Der kommissarische Vizechef des städtischen Sportbetriebs Dirk Reil war bemüht, deutlich zu machen, dass der Bau von Tribünen, Lärmschutzwänden und Parkplätzen für einen neuen Veranstaltungsort noch lange nicht geplant sei. "Bisher geht es nur um den Trainingsbetrieb für 20 bis 30 Athleten. Dadurch wird sich kaum etwas verändern. Wenn sich dabei herausstellt, dass der Standort in Sachen Verkehr oder Parken nicht geeignet ist, dann wird es auch nicht umgesetzt."

Die "zweite und dritte Stufe" wären jedoch "wünschenswert", sagte Reil. "Es könnte eine abgespeckte Version geben. Wie stark abgespeckt, wird man dann sehen."

Wie sind die Reaktionen auf das Hin und Her?

Den Eindruck des Stadtteil-Parlaments fasste Dr. Thomas Goll (CDU) mit dem Begriff "Salami-Taktik" zusammen. "Es wird hier scheibchenweise etwas präsentiert, obwohl die Absicht klar ist. Das sollte man aber bitte deutlich sagen und kein Schauspiel veranstalten", sagte Goll.

Schließlich formulierte auch Karl-Otto Clemens, Seniorenbeirat für den Stadtbezirk und aktiver Leichtathlet beim OSC Dortmund Kritik an den vorgestellten Plänen. "Es ist weltfremd zu glauben, dass Vereine hier nur trainieren und keine Wettkämpfe durchführen wollen." Schließlich hätten auch die benachbarten Schulen ein Interesse an der Anlage.

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