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Diese zwei Aktionen sollen mehr Sicherheit auf dem Fahrrad erreichen

Radfahren

Sehr viele Autofahrer schlampen beim Rechtsabbiegen mit dem Schulterblick. Zumindest hat das der Auto Club Europa in Dortmund so gemessen. Zwei Aktionen sollen Radlern helfen.

Dortmund

, 24.08.2018
Diese zwei Aktionen sollen mehr Sicherheit auf dem Fahrrad erreichen

Grünes Licht für Radfahrer: Noch gibt es viel Verbesserungsbedarf für die Sicherheit der Radler. © Stephan Schütze

Biegt ein Autofahrer nach rechts ab, muss er kurz vorher über die rechte Schulter schauen, um zu sehen, ob neben ihm ein Radfahrer unterwegs ist. Schaut er nicht, riskiert er einen Unfall mit dem Radfahrer.


Der „Schulterblick“ ist vorgeschrieben. Und er ist das diesjährige Thema des Auto-Club-Europa (ACE), denn die Unfälle von Autos mit Radfahrern nehmen zu.

92 von 117 riskierten einen Unfall

Am Montag habe er zusammen mit Kollegen vom Auto-Club-Europa (ACE) Autofahrer beim Rechtsabbiegen gezählt, sagt Roger Zwiehoff, NRW-Beauftragter des Clubs. Im Kreuzviertel, Kreuzung Lindemann- und Kreuzstraße, eine Stunde lang.


Ergebnis: Von 117 Autofahrern machten es 25 richtig. Die anderen 92 ließen entweder den Schulterblick weg oder blinkten nicht, fünf fuhren sogar bei Rot.

Auch die Radfahrer wurden beobachtet, und die machten es nicht viel besser. Paul Itzerodt vom ACE-Kreis Dortmund-Lünen berichtet, „dass viele Radfahrer an der roten Ampel nicht gehalten haben, teils den Fußweg benutzten oder das Haltesignal ignoriert haben. Solch ein schlechtes Ergebnis habe ich nicht vermutet.“

Das fordert der ACE konkret

Bis September will der ACE weitere Zählungen in anderen Städten vornehmen und im Herbst eine bundesweite Auswertung veröffentlichen. Schon jetzt formuliert der Club drei Forderungen:

  • bauliche Entschärfung von gefährlichen Kreuzungen
  • Mittelinseln für Radler und Fußgänger verbreitern
  • breitere Radwege mit Querungen

66.000 Unterschriften für richtig dicke Forderungen

Eine eigene Aktion kündigt ein Zusammenschluss mehrerer Pro-Rad-Gruppen an. Mit einer Unterschriftensammlung soll ein Fahrradgesetz für NRW und bessere Verkehrsbedingungen für Radler erreicht werden.
Das Ziel sind 66.000 gesammelte Unterschriften oder mehr innerhalb eines Jahres. Denn dann, so das Bündnis, müsse sich der Landtag mit den Forderungen befassen. Die lauten unter anderem:

  • 1000 Kilometer Radschnellwege bis 2025
  • eine Million Abstellanlagen für Fahrräder
  • kostenlose Mitnahme im Nahverkehr
  • mehr Sicherheit auf Straßen und Radwegen

Hier gibt es den Unterschriftenbogen mit allen Forderungen zum Runterladen. Beteiligt sind VCD, Greenpeace, BUND, „Aufbruch Fahrrad“, „Velokitchen“ und „Velocityruhr“.

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