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Diskussion um das ECE-Einkaufszentrum

Thier-Gelände Dortmund

DORTMUND Einladen statt abschirmen, offene Türen statt geschlossene Fassaden – die Forderungen an die Bauherren und künftigen Betreiber des künftigen Einkaufszentrums auf dem Thier-Gelände waren eindeutig.

von Von Oliver Volmerich

, 02.12.2009
Diskussion um das ECE-Einkaufszentrum

Mehr öffnen soll sich das ECE-Einkaufszentrum - hier der animierte Blick durch die Potgasse auf den Eingang an der Silberstraße (im Hintergrund) und das RN-Pressehaus (l.).

Wie integriert sich der Koloss mit 160 Geschäften und 33.000 Quadratmetern Verkaufsfläche in die City, lautete die zentrale Frage beim Forum Stadtbaukultur. Auch wenn das Vorhaben inzwischen weitgehend akzeptiert ist, an Details entzünden sich immer noch Diskussionen, wie der Abend im Saal des Kolpinghauses nahe der Großbaustelle auf dem Thier-Areal zeigte. Denn sowohl die Fachleute im Publikum wie auch viele Nachbarn sind noch nicht davon überzeugt, dass sich das Einkaufszentrum gut und verträglich in die Stadt eingliedert. 

Zu viele geschlossene Fronten, zu introvertiert die Gestaltung, lauteten die Vorwürfe. Die Erschließung der drei Einkaufsebenen über die Passagen im Inneren entspricht der Philosophie von ECE, wie Benjamin Laumann, Architekt in Diensten des Hamburger Unternehmens einräumte. Immerhin gebe es sechs Zugänge ins Gebäude, betonte Laumann. Einer davon – an der Ecke Hövelstraße/Silberstraße – führt direkt in ein Geschäft. Wie er wollte auch ECE-Projektentwickler Ulf Wachholtz auf RN-Anfrage nicht kategorisch ausschließen, dass es weitere Direktzugänge zu Geschäften geben könnte. Sehr wahrscheinlich erscheint dies aber nicht. Auch die Geschäfte hätten wohl kein Interesse an zusätzlichen Eingängen, weil damit Verkaufsfläche verloren geht, argumentiert Wachholtz.

Immerhin schaffte es der Kölner Architekt Kaspar Kraemer als Gewinner des Fassadenwettbewerbs für das Einkaufscenter, für seinen Gestaltungsvorschlag zu werben. Der orientiere sich an den Vorbildern der klassischen Moderne, erläuterte Kraemer. Leitidee sei, die Großfassade in einzelne „ablesbare Häuser“ aufzubrechen. Prägend ist dabei eine klar gegliederte, hochwertige Natursteinfassade. Und auch die klassizistische Front des abgerissenen Berlet-Hauses soll am Westenhellweg wieder aufleben. 

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