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Doppelmörder hat ausgesagt

Syburg-Prozess

Jetzt wird es langsam ernst: Im Prozess um den Handgranaten-Anschlag von Syburg im Mai 1995 hat der letzte der bereits verurteilten Doppelmörder ausgesagt. Dabei erhielt der angeklagte Deutsch-Marokkaner Salem K. Rückendeckung.

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 26.08.2010
Doppelmörder hat ausgesagt

Auf der Reichsmarkstraße in Syburg geschah der Anschlag.

Verwaschene Jeans, weiße Turnschuhe, grobes Hemd: Der Zeuge sah aus, als trüge er noch dieselbe Kleidung, wie bei seiner Festnahme im Oktober 1995 – im Urlaubsort Cala Millor auf Mallorca. 18 Jahre muss er mindestens absitzen, 15 sind fast um. „Wir waren eine Clique und haben von Verbrechen gelebt“, sagte der 45-Jährige über seine früheren Mittäter. Auch Salem K. habe dazugehört – auch, wenn er keine Raubüberfälle begangen habe.

Er habe wohl auch nicht gesehen, dass vor dem tödlichen Zusammentreffen mit den späteren Opfern (drei Polen) eine Handgranate eingesteckt worden ist. Er sei erst später dazugestoßen. Sollte Salem K. also wirklich der einzige gewesen sein, der nicht in die Mordpläne eingeweiht gewesen ist? Er selbst hat genau das behauptet. Der Prozess wird mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt. 

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