Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dorstfeld-Süd: Luftwerte sind unauffällig

Sanierung soll geprüft werden

Die Luftwerte von Dorstfeld-Süd sind unauffällig. Untersuchungen auf krebserregende Stoffe wie Benzol, Toluol und Xylole seien laut Umweltamt in dem früher als belastet geltenden Wohngebiet ohne Befund geblieben. Auch die Überprüfungen in sechs Kellern dort hätten keine Hinweise auf Schadstoffe ergeben, die mit der früheren Belastung des ehemaligen Kokereigeländes in Verbindung stehen.

DORSTFELD

24.10.2016
Dorstfeld-Süd: Luftwerte sind unauffällig

Die Siedlung Dorstfeld-Süd aus der Luft.

Zunächst war es das Gemüse, das als unbelastet galt. Anwohner hatten die Möglichkeit, Früchte aus ihrem Garten untersuchen zu lassen. Parallel dazu hatte das Umweltamt im Oktober 2015 ein Sachverständigenbüro damit beauftragt, Schadstoffe aus der Umgebungsluft in dem Wohngebiet zu sammeln. Bis Mitte 2017 dauern die Messungen an, doch in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses konnte Stadtrat Ludger Wilde vermelden, dass alles unauffällig sei.

Sechs Haus- und Wohnungseigentümer, denen unangenehme Gerüche in ihren Kellern aufgefallen waren, hatten ihre Räume für Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Auch dort konnten dazu beauftragte Gutachter keine erhöhten Werte leichtflüchtiger aromatischer Kohlenwasserstoffe messen.

Diese Stoffe sind es, die Krebs verursachen können, und vor denen einige Bewohner von Dorstfeld-Süd sich fürchteten. Denn der Name Dorstfeld-Süd ist eng mit einem Altlastenskandal verbunden. Die Siedlung war direkt auf ein ehemaliges Kokereigelände gebaut worden. Später musste das ganze Gebiet aufwendig – etwa mit großflächigem Bodenaushub – saniert werden. Obwohl das Gelände als saniert galt, berichteten Bewohner von Dorstfeld-Süd immer wieder über Krebsfälle in ihren Familien.

Als „vertrauensbildende Maßnahmen“, so heißt es in einem Schreiben an die Mitglieder des Umweltausschusses, wolle man neben den oben genannten Untersuchungen auch die Daten zu der damaligen Sanierung durch einen Sachverständigen prüfen lassen. Leitfrage der Untersuchung: Ist die Sanierung so erfüllt worden, dass sie damals wie auch nach heutigen Maßstäben als erfolgreich gilt? Die Anwohner werden die Ergebnisse mit Spannung erwarten.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt