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"Dortmund nazifrei" stellt sich mit vielen Unterstützern rechtem Aufmarsch entgegen

Neonazi-Aufmarsch

Immer mehr Menschen wollen sich dem Nazi-Aufmarsch am 3. September entgegen stellen. Für die Polizei wird es also schwierig werden, Gegendemonstranten von der Route der Rechten fernzuhalten.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 04.08.2011
"Dortmund nazifrei" stellt sich mit vielen Unterstützern rechtem Aufmarsch entgegen

Gewaltfreiheit ist oberstes Gebot für die Gegner des Nazi-Aufmarschs Anfang September.

Sogar ein breites bürgerliches Bündnis ruft unter dem Titel „Dortmund nazifrei“ zur Blockade des rechten Aufmarschweges auf. Das Ziel ist eindeutig: "Wir wollen den Nazi-Aufmarsch verhindern oder zumindest behindern", erklärt der Vorsitzende der Dortmunder Jungsozialisten Alexander Wuttke. Geht es nach ihm und seinen Mitstreitern, sollen viele hundert Menschen am 3. September die Straßen besetzen, über die die Neonazis ziehen wollen.

Ob dies gelingt, ist ungewiss. Denn in den vergangenen Jahren hat die Polizei mit einem Großaufgebot an Beamten die Nazi-Aufmärsche hermetisch abgeriegelt. Und auch die Blockade-Pläne des Bündnisses haben natürlich ihre Grenzen. „Wir blockieren nicht um jeden Preis. Gewaltfreiheit ist oberstes Gebot“, betont Wuttke. "Wir planen keine Aktion gegen die Polizei, sondern für die Demokratie", ergänzt Jakoba Wenzel von den Grünen.

In jedem Falle will das Bündnis am Protest des Arbeitskreises gegen Rechts teilnehmen, der wie berichtet Aktionen in der Münsterstraße plant.Der Unterstützerkreis des Bündnisses "Dortmund nazifrei" ist weit gespannt und reicht von Oberbürgermeister Ullrich Sierau über diverse Ratsvertreter und Abgeordnete über die Alevitische Jugend und das Fan-Projekt bis zu Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften.

"Die Nazis sind historisch immer nur dann stark, wenn die Gegner nicht an einem Strang ziehen", weiß Fatih Ece von der DGB-Jugend. Ziel ist aber auch, dass sich möglichst viele "Normalbürger" dem Protest und möglichen Blockaden anschließen. Dafür wird mit Flugblättern, Aufklebern, Postkarten und im Internet geworben. Die eigens eingerichtete Gruppe im Studenten-Portal StudiVZ hat inzwischen schon 900 Mitglieder, freuen sich die Organisatoren.

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