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Dortmunder Polizei kontrolliert verstärkt in der Nordstadt

Organisierte Kriminalität

Die Sicherheitsbehörden in Dortmund wollen die Clan-Kriminalität zerschlagen und starten immer wieder Einsätze in der Nordstadt. Kokain, Marihuana, Kartenspiele – eine Bilanz vom Montag.

Dortmund

31.07.2018

Beamte des Schwerpunktdienstes Nord kontrollierten am Montag von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Dienstagfrüh, im Bereich der Wache Nord. Der Einsatz steht im Zusammenhang mit einem verstärkten Vorgehen gegen die Clan-Kriminalität in Dortmund.

Ziel des Einsatzes sei es laut Polizei gewesen, an Orten, die bekannt für Kriminalität sind, deutlich wahrnehmbar Kontrollen durchzuführen und so Druck auf mögliche Straftäter auszuüben. Insgesamt kontrollierte die Polizei 43 Personen, die sie unter anderem der Straßenkriminalitätsszene zuordnet und sprach einige Platzverweise aus.

21-Jähriger trägt sechs Päkchen Kokain bei sich

Bei einem 21-Jährigen aus Gelsenkirchen wurden sechs Päckchen gefunden, bei denen es sich mutmaßlich um Kokain handelt.

In der Schlewiger Straße trafen die Einsatzkräfte auf einen 40-Jährigen, welcher nach eigenen Angaben psychisch krank ist. Er offenbarte den Beamten, dass er Stimmen hören würde. Der Mann kam mit einem Krankenwagen in eine Klinik.

Ein weiterer Mann habe sich in der Schleswiger Straße so auffällig verhalten, dass er den Beamten scheinbar keine andere Wahl lies, als ihn zu kontrollieren.

Und tatsächlich fanden sie bei dem 27-Jährigen aus Dortmund 15 Verkaufseinheiten, bei denen es sich wahrscheinlich um Marihuana handelte.

Auch ein weiterer Tatverdächtiger, ein 21-Jähriger aus Herne, ahnte wohl schon, was ihm blüht und zeigte sich auf der Münsterstraße so nervös, dass er ebenfalls kontrolliert wurde. In seiner unmittelbaren Nähe fanden die Beamten zehn Verkaufseinheiten mit Marihuana. Für den Tatverdächtigen besteht zudem ein räumliche Beschränkung für die Stadt Herne. Deshalb schrieben die Beamten ihm noch eine entsprechende Anzeige.

Polizei hatte Kiosk erst vier Tage zuvor geschlossen

Auf der Münsterstraße fanden Polizisten bei einem weiteren Tatverdächtigen neun Einheiten mit mutmaßlichen Betäubungsmitteln. Außerdem nahmen sie den Mann vorübergehend in Gewahrsam. Laut Polizei, um weitere Straftaten zu verhindern.

In einem Kiosk, der durch Beamten des Schwerpunktdienstes Nord erst am Donnerstag wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei geschlossen und versiegelt wurde, fanden Polizisten am späten Abend in einem Hinterraum mehrere Personen. Die Runde wurde beim Kartenspielen von den Beamten überrascht und versuchten noch vergeblich Bargeld zu verstecken.

Auch in diesem Fall gab es eine entsprechende Anzeige.

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