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Dortmunder nutzten den „Tag des offenen Denkmals“, um historische Orte zu erkunden

Denkmal-Tag

48 Objekte konnten am „Tag des offenen Denkmals“ in Dortmund besichtigt werden. Rund 10.000 Besucher nutzten am Sonntag die Gelegenheit, historische Orte und ihre Geschichte zu erkunden.

Dortmund

, 09.09.2018
Dortmunder nutzten den „Tag des offenen Denkmals“, um historische Orte zu erkunden

Im ehemaligen WestLB-Gebäude fand die Abschlussveranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals“ in Dortmund statt. © Oliver Schaper

Einen Blick in sonst oft verschlossene Denkmäler werfen – diese Gelegenheit bot am Sonntag der Tag des offenen Denkmals. Und sie wurde eifrig genutzt. Mehr als 10.000 Besucher wurden an den 48 Veranstaltungsorten in Dortmund gezählt. „Es war überall rappelvoll“, freute sich die Leiterin der städtischen Denkmalbehörde Dr. Henriette Brink-Kloke.

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So war's beim "Tag des offenen Denkmals"

48 Objekte konnten am „Tag des offenen Denkmals“ in Dortmund besichtigt werden. Rund 10.000 Besucher nutzten am Sonntag die Gelegenheit, historische Orte und ihre Geschichte zu erkunden.
09.09.2018
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In Derne konnte das nördliche Maschinenhaus der 1985 geschlossenen Zeche Gneisenau Schacht 4 besichtigt werden. Sie befinden sich im südöstlichen Bereich des ehemaligen Zechengeländes. In der ehemaligen Maschinenhalle steht die 3997 PS starke Zwillings-Dampffördermaschine der Gutehoffnungshütte Oberhausen aus dem Jahr 1934.© Oliver Schaper
In Derne konnte das nördliche Maschinenhaus der 1985 geschlossenen Zeche Gneisenau Schacht 4 besichtigt werden. Sie befinden sich im südöstlichen Bereich des ehemaligen Zechengeländes. In der ehemaligen Maschinenhalle steht die 3997 PS starke Zwillings-Dampffördermaschine der Gutehoffnungshütte Oberhausen aus dem Jahr 1934.© Oliver Schaper
Am Wasserturm Lanstroper Ei in Grevel. Er wurde 1905-06 nach einem Entwurf von der Neubauabteilung der Firma Klönne von 1904 erbaut. Seit 1998 steht er unter Denkmalschutz, die Restaurierung hat 2015 begonnen.© Oliver Schaper
Am Wasserturm Lanstroper Ei in Grevel. Er wurde 1905-06 nach einem Entwurf von der Neubauabteilung der Firma Klönne von 1904 erbaut. Seit 1998 steht er unter Denkmalschutz, die Restaurierung hat 2015 begonnen.© Oliver Schaper
Das Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach: 1953 nach Entwurf Schildhauers am Fredenbaumpark mit hohem ästhetischem Anspruch errichtet (hohe Fassadenfenster mit Blick in die Motorenhalle). Heute ist es ein Kulturraum für Kunst und Technik.© Oliver Schaper
Das Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach: 1953 nach Entwurf Schildhauers am Fredenbaumpark mit hohem ästhetischem Anspruch errichtet (hohe Fassadenfenster mit Blick in die Motorenhalle). Heute ist es ein Kulturraum für Kunst und Technik.© © Schaper
Das Haus Wenge in Lanstrop. Die erste Erwähnung des ehemaligen Adelssitzes war 1313, die Grundmauern sind vermutlich aus dieser Zeit.© Oliver Schaper
Nach der Zerstörung 1598 wurde das Haus Wenge im gotischen Stil wieder aufgebaut.© Oliver Schaper
Das Haus Wenge in Lanstrop.© Oliver Schaper
Futuristisch und im Stil der 1970er-Jahre präsentiert sich der von dem Architekten Harald Deilmann geplante und 1978 eröffnete Gebäudekomplex, der für die Westdeutsche Landesbank (WestLB) und die Dresdner Bank errichtet wurde. Im ehemaligen WestLB-Gebäude fand die Abschlussveranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals“ in Dortmund statt.© Oliver Schaper
Prägend im ehemaligen Gebäude von WestLB/Dresdner Bank sind die weißen Beton-Brüstungselemente mit gerundeten Ecken, die wie Bänder um das terrassenförmig gestaffelte Gebäude geführt sind. Heute befindet sich dort das Dortmunder Centrum für Medizin und Gesundheit.© Oliver Schaper
Anfang der 1960er-Jahre legten Restaurierungsarbeiten die Originalsubstanz der St.-Johann-Baptist-Kirche in Brechten wieder frei, sodass sich die alten Wandmalereien unverfälscht in alter Pracht zeigen.© Oliver Schaper
Es gab auch eine Führung durch die Luther-Kirche mit Klaus Coerdt. Die Kirche ist von 1906 und ist im Stile des Historismus eingerichtet worden.© Oliver Schaper
Es gab auch eine Führung durch die Luther-Kirche.© Oliver Schaper
Als 1871 die Zechen Minister Stein und Fürst Hardenberg die Förderung aufgenommen hatten, wanderten immer mehr Katholiken aus dem Osten in das seit der Reformation rein evangelische Eving ein. 1890 wurde deshalb die erste kath. Kirche, eine neugotische, dreischiffige Basilika, gebaut. So wie die Kirche für die erste Zuwanderung stehen kann, so ist die Bergstraße, an der sie liegt, gekennzeichnet von der dritten Zuwanderungswelle ab den 1970er-Jahren. Gemeindevertreter und Mitglieder des Evinger Geschichtsvereins führten durch die St.-Barbara-Kirche und die Bergstraße.© Oliver Schaper

Der Reigen der Denkmäler reichte von historischen Kirchen über alte Adelssitze bis zum Gebäude ehemaligen WestLB an der Kampstraße, das am Sonntag von der Landesinitiative Stadtbaukultur NRW als Denkmal der Nachkriegs-Moderne offiziell als „Big Beautiful Bulding“ (frei übersetzt: „großes schönes Gebäude“) ausgezeichnet wurde.

Als „Raumschiff“ bezeichnete der Geschäftsführer der Initiative Stadtbaukultur Tim Rieniets das Haus, passend zu den sphärischen 70er-Jahre-Klängen, die Musiker Richard Ortmann bei der Abschlussveranstaltung des Denkmaltages vor Ort produzierte. Und es zeigt, wie vielfältig die Dortmunder Denkmallandschaft ist.

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