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Dortmunds Apotheker in Sachen Pikrin-Säure ganz entspannt

DORTMUND In den gut 140 Apotheken der Stadt ist bislang kein einziger Fall von überlagerter und damit gefährlicher Pikrin-Säure bekannt geworden. Das sagt der örtliche Sprecher Kristian Reissig. Er geht davon aus, dass die Kollegen verantwortlich mit ihren Reagenzien umgingen und sie regelmäßig überprüften. Vor zehn Tagen hatten Experten an einem Dortmunder Gymnasium eingetrocknete Pikrin-Säure kontrolliert gesprengt.

von Von Jörg Heckenkamp

, 15.08.2008
Dortmunds Apotheker in Sachen Pikrin-Säure ganz entspannt

Der Dortmunder Apotheken-Sprecher Kristian Reissig.

Die Welle der Pikrin-Säure-Überprüfungen an Schulen, wo der chemische Stoff bisweilen in Experimenten im Leistungskurs verwendet wird, startete im Juli in Berlin. Dort trat die Problematik der ausgetrockneten und damit hoch explosiv gewordenen Reagenzie erstmals auf. Am Donnerstag (7. August) der erste Fall in Dortmund. Hellhörig geworden durch die Berliner Meldungen, hatten ein Chemie-Lehrer des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums in Dorstfeld seine Bestände überprüft und Gefahr ausgemacht. Ein Sprengstoff-Experte des Landeskriminalamtes jagte die ca. 50 Gramm kontrolliert in die Luft.

Nun also die Apotheken. Sprecher Kristian Reissig bestätigt, dass Pikrinsäure zum Standard-Repertoire jeder Apotheke gehöre. "Unser Verband hat alle angeschrieben, ihre Bestände zu überprüfen. Ich gehe aber davon aus, dass jeder Kollege das regelmäßig sowieso macht", sagt Reissig. Er selbst kontrolliere seine Reagenzien einmal im Jahr auf Verfallsdaten, dabei schaue er auch nach der Pikrin-Säure. Manche können sich diese Arbeit erleichtern. "Haben Sie alles im Rechner aufgeführt, kann der ihnen Warnhinweise geben, wann sie das nächste Mal kontrollieren müssen."

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