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Drei Dortmunder Burger-King-Filialen droht das Aus

Franchise-Nehmer gekündigt

Paukenschlag für drei Dortmunder Burger-King-Filialen: Die Fast-Food-Kette hat alle Verträge mit dem Betreiber der Geschäfte gekündigt. Der Franchise-Nehmer muss nach Hygieneverstößen und Klagen wegen schlechter Arbeitsbedingungen allen seiner 89 deutschen Filialen den Betrieb einstellen. Die Geschäfte verkaufen trotzdem weiter Burger - jedenfalls, solange der Vorrat reicht. Wir zeigen, welche Filialen in Dortmund betroffen sind.

DORTMUND

, 19.11.2014
Drei Dortmunder Burger-King-Filialen droht das Aus

Der Eingang der Burger-King-Filiale am Ostenhellweg gegenüber der Reinoldikirche.

Laut NGG-Gewerkschafts-Sprecher Manfred Sträter werden die von der Schließung bedrohten Dortmunder Filialen trotz der Vertragskündigung so lange weiter Burger verkaufen, bis die Lager leer sind. Das kündigte auch der Interims-Geschäftsführer des Franchise-Unternehmens Yo-Ki, Dieter Stummel, an. Ohne Nachschub können die Filialen wohl nur bis spätestens Mitte nächster Woche durchhalten. "Die Geschäfte müssen ein- bis zweimal die Woche von Burger King mit neuen Waren beliefert werden", sagt Sträter. Wie die Zukunft der Yo-Ki-Filialen aussieht, ist weiter völlig ungewiss. "Wir haben den Mitarbeitern geraten, ganz normal arbeiten zu gehen", so Sträter.

Burger King teilte am Mittwoch, dass die Verträge mit seinem größten Franchise-Nehmer in Deutschland, der Yi-Ko Holding,

würden. In Dortmund betreibt Yi-Ko die Burger-King-Filiale in der Nordstadt, in Kley und vor allem gegenüber der Reinoldikirche am Ostenhellweg.

auf einer größeren Karte anzeigen (Quelle: Berliner Zeitung) Yi-Ko kündigte in einer ersten Reaktion an, alles dafür zu tun, "möglichst alle" der 89 Restaurants in ganz Deutschland und die dazugehörigen Arbeitsplätze zu erhalten. In Dortmund beschäftigt Yi-Ko nach Angaben der Gewerkschaft "Nahrung Genuss Gaststätten" (NGG) rund 150 Mitarbeiter. Wie es mit ihnen weitergeht, ist noch unklar. Zumindest am Ostenhellweg lief der Betrieb am Mittwochmittag ganz normal.

Yi-Ko hatte seit der Übernahme der Burger-King-Filialen in Dortmund Mitte 2013 vor allem mit einem langwierigen Rechtsstreit gegen den Betriebsratvorsitzenden der Kleyer Filiale auf sich aufmerksam gemacht. Mehrmals hatte der Franchise-Nehmer erfolglos versucht, den Mann fristlos zu kündigen, war aber

. Der ist bei weitem nicht der einzige, der Probleme mit Yi-Ko hat, sagte NGG-Sprecher Manfred Sträter unserer Redaktion, seit Mai 2013 wisse die Gewerkschaft von insgesamt 187 Klagen von Mitarbeitern gegen Yi-Ko.

Darüber hinaus hatte ein Enthüllungsbericht des Journalisten Günter Wallraff im Mai 2014

in von YiKo betriebenen Burger-King-Filialen aufgedeckt. Damals sagte die Stadt Dortmund, dass in Dortmunder Betrieben bei Kontrollen keinerlei Mängel gefunden worden seien.

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