Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Durch die Teutonenstraße fahren wieder Autos

Fünf Monate nach Explosion

Wenn die Normalität eine Nachricht ist, dann ist wirklich etwas passiert. Durch die Teutonenstraße – am 31. März Schauplatz einer absichtlich herbeigeführten Explosion mit einem Todesopfer – fahren wieder Autos. Zum ersten Mal seit fünf Monaten. Doch noch immer hängt ein unsichtbarer Schleier über der Straße.

HÖRDE

von Felix Guth

, 04.09.2017
Durch die Teutonenstraße fahren wieder Autos

Zaghaft wird die Teutonenstraße wieder eine normale Straße. Hier biegen wieder Autos ein, vorsichtig, als wollten sie die Straße erst wieder an sich gewöhnen. Sie schlängeln sich vorbei an dem Bauzaun vor der großen Lücke.

Dort, wo das Haus mit der Nummer 3 stand. Noch arbeitet hier das Abbruchunternehmen. Der Wiederaufbau soll so bald wie möglich beginnen. „Die Gespräche mit den Architekten laufen nach wie vor“, sagt Boris Deuter, Prokurist bei der Wohnungsgenossenschaft gws, Eigentümerin der Häuser.

Die Bewohner der Teutonenstraße haben die Ruhe nach dem Schock genossen. Sie haben sie gebraucht. „Es hätte eigentlich so bleiben können, ohne Autos. Hier waren Kinder auf der Straße, es war ruhig“, sagt Nachbar Manuel Driller. „Es ist gut, dass hier wieder etwas Neues hinkommt“, meint Manuel Driller.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Teutonenstraße ist wieder offen

04.09.2017
/
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es gerade an der Teutonenstraße aus.© Foto: Felix Guth

Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis hier der Durchgangsverkehr wieder zurückkehrt, der die kleine Straße vor der Explosion belastet hat. Dazu werden die Menschen hier noch mit einem anderen Verkehr leben müssen: dem der Schaulustigen, die zumindest in den ersten Tagen zahlreich kommen, um einen Blick auf die Lücke werfen zu können.

Viele leiden noch unter den Folgen

Für andere Bewohner ist die Straße nicht mehr dieselbe wir vorher. „Zu heftig“, seien ihrer Erinnerungen an diesen 31. März, erzählt eine Frau. Sie habe zum Zeitpunkt der Explosion direkt vor dem Haus gestanden, könne die Straße bis heute nicht durchqueren. Unmittelbar betroffene Nachbarn und auch Kinder der benachbarten Stiftsschule haben in den vergangenen Monaten psychologische Hilfe in Anspruch genommen, um das Geschehene zu verarbeiten. Ein 48 Jahre alter Mann hatte nach bisherigen Erkenntnissen mithilfe von Gas die Explosion ausgelöst. Eine Mieterin war in ihrem Bett von den Trümmern erschlagen worden. Zuvor hatte es mehrfach Probleme zwischen dem Mann und Nachbarn gegeben, inklusive eines Polizeieinsatzes in der Nacht vor der Explosion.

Der mutmaßliche Täter muss sich ab 20. September vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Die Anklage lautet auf Mord in einem Fall und Mordversuch in vier Fällen. Der Angeklagte hat in bisherigen Aussagen die Tat bestritten.
Lesen Sie jetzt