Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ehemaliger Militärpolizist wegen Messerattacke angeklagt

Prozessauftakt

Vor dem Schwurgericht hat am Donnerstag der Prozess gegen einen ehemaligen Militärpolizisten begonnen. Dieser hätte laut Anklage fast einen Trödelhändler erstochen. Er behauptet allerdings, sich nur verteidigt zu haben - und spielte die Messerattacke im Gerichtssaal nach.

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich und Patricia Prange

, 28.06.2012

Hintergrund der Bluttat von 2009 soll ein Streit um offene Lohnzahlungen gewesen sein. Der Prozess hatte jedoch kaum begonnen, da drehte der 26-jährige Angeklagte aus Serbien den Spieß auch schon um.

Nicht er, sondern der 55-jährige Händler habe ihn mit einem Messer bedroht: „Er ging in die Küche und sagte: ‚Jetzt kriegst du dein Geld!’ und kam mit einem Messer in der Hand zurück.“ Da er als Ex-Militärpolizist jedoch eine Nahkampf-Ausbildung habe, habe er den Angriff parieren können. Zur Untermauerung seiner Unschuld spielte der Angeklagte die Szene im Gerichtsaal sogar nach. Dazu nahm sein Verteidiger einen Kugelschreiber in die Hand, hielt ihn hoch über dem Kopf und ging auf den Angeklagten los.

Der parierte die Attacke blitzschnell, drehte den Arm des Verteidigers so nach hinten, dass der Kugelschreiber kurz darauf – zumindest symbolisch – in der Brust des Anwalts steckte. Ob die Richter die Demonstration überzeugt hat, bleibt abzuwarten. Dem Angeklagten wird aber noch ein weiterer Messerangriff vorgeworfen – auf eine Frau. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt