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Ein Fest gegen Rechts

Wilhelmplatz

Die lautmalerische Botschaft auf den Plakaten ist eindeutig "So nich!" heißt es kurz und knapp an die Adresse der Neonazis, die am Samstag (4.9.) wieder durch Dortmund marschieren wollen.

DORSTFELD

von Von Oliver Volmerich

, 30.08.2010
Ein Fest gegen Rechts

Hartmut Anders-Hoepgen (l.) und Stefan Mühlhofer (r.) von der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie werben mit OB Ullrich Sierau (2.v.l.) und Hans-Werner Rixe (Dortmund-Agentur) für das Friedensfest.

Das demokratische Dortmund setzt einen ganzen Reigen von Veranstaltungen dagegen, der am Abend mit einem großen Friedensfest endet. Im vergangenen Jahr kamen aus gleichem Anlass 5000 Menschen u.a. zu einem Konzert mit Bob Geldof auf dem Friedensplatz zusammen. Und auch an diesem Samstag steht statt langer Reden neben kurzen Talkrunden etwa mit Gästen vom BVB die Musik im Mittelpunkt. Purple Schulz, die German Tenors und die Band Stranded bieten ein abwechslungsreiches Programm von 80er-Jahre-Hits über Klassik bis Rock.

Dazu kommen örtliche Vereine aus Dorstfeld. Denn das städtische Friedensfest findet ganz bewusst an einem Ort statt, den sich die örtlichen Neonazis als Wohn- und Aktionsort gewählt haben. Auf dem Wilhelmplatz im Herzen Dorstfelds will man gewissermaßen den Nazis auf die Pelle rücken. „Da wehrt sich auch Dorstfeld und nicht nur die Stadt“, betont Hartmut Anders-Hoepgen von der städtischen Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. 

Und die Störversuche von Rechts gegen das Kleben von Plakaten für die Veranstaltung zeigen, dass man bei den Angesprochenen einen Nerv getroffen hat. „Wir werden deutlich machen, dass die, die sich die Stadt als Aufmarschplatz ausgesucht haben, hier ganz und gar unerwünscht sind“, erklärt Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Denn Dortmund ist eine internationale Stadt der Vielfalt und der Toleranz.“ Zugleich erteilt Ullrich Sierau aber Aufrufen, er möge sich als OB an einer Blockade des rechten Aufmarsches beteiligen, eine Absage. „Wir sollten alles tun, nicht weiteres Öl ins Feuer zu gießen“, stellt Sierau klar.

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