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Ein Herz für Kinder und den Zoo

Förderverein will Zoobesuchern und Tieren helfen

Der Förderverein Kinder und Zoo Dortmund macht es sich seit acht Jahren zur Aufgabe, den Zoo für Kinder aus ganz Dortmund erlebbar zu machen – und natürlich auch etwas für die Tiere zu tun.

Hombruch

, 11.06.2018
Ein Herz für Kinder und den Zoo

Sie setzen sich für Kinder und den Zoo ein (v.l.): Ingrid Aufdemkamp, Brigitte Benten, Heike Renkawitz, Franz-Josef Nentwig und Brigitte Pertram in „Speedy‘s Treff“, direkt neben dem Gehege für die Felsenkängurus. © Michael Nickel

Ob der Zoo ohne Kizoodo schlechter aussehen würde, ist Spekulation. Höchst wahrscheinlich jedoch würde es auf dem Gelände ganz anders aussehen. Kizodoo, das ist die Kurzform für den Förderverein Kinder und Zoo Dortmund.

Und eben jener Verein mit Sitz im Kaiserstraßenviertel hat unter anderem dafür gesorgt, dass der Zoo Meerschweinchenhäuser erhalten hat, dass Kinder eine Doppelschaukel und eine Kletterburg nutzen können, dass Felsenkängurus ein Gehege haben. Und er ist gerade dabei, dafür zu sorgen, dass Brillenbär Moritz bald ein neues Gehege bekommt.

Verein hat mehr als 60 Mitglieder

Mehr als 60 Mitglieder hat Kizoodo mittlerweile eingesammelt seit der Gründung im April 2010. „Ich habe damals einen Bericht gelesen, in dem stand, dass die Eigenbetriebe der Stadt nicht so viel Geld haben und auch der Zoo darunter leidet“, sagt Heike Renkawitz, Gründerin und seitdem auch Vorsitzende des Vereins. Zu der Zeit gab es auch schon den Verein Zoofreunde, der sich ebenfalls engagiert. „Wir haben aber entschieden, dass wir dort nicht Nummer 499 und 500 sein wollen, sondern selbst etwas auf die Beine stellen möchten.“

Mit wir meint Heike Renkawitz ihre Freundin Brigitte Pertram. Die beiden gossen damals diese daherfliegende Idee, einen Verein zur Förderung des Zoos zu gründen, nach und nach in eine feste Form.

In wenigen Stunden 100 Euro in der Spendendose

„Wir wussten damals nicht, was auf uns zukommt“, sagt Brigitte Pertram. „Wir konnten uns nicht vorstellen, dass wir mal über 60 Mitglieder haben werden.“

So zogen die beiden also los, sie stellten sich bei den Zoofreunden vor und machten klar, dass sie keine Konkurrenten werden wollen. Sie gingen an einem Samstag im Sommer durch die Kaiserstraße und sammelten das erste Mal Geld für ihr Projekt. In wenigen Stunden waren die ersten 100 Euro in der Spendendose. Und die beiden suchten Mitstreiter, denn für die Gründung eines Vereins braucht es mindestens sieben Menschen.

Ein Herz für Kinder und den Zoo

Heike Renkawitz, Vorsitzende Förderverein Kinder und Zoo Dortmund, an der Spendenwand für das neue Brillenbären-Gehege. © privat

Und so fand auch Franz-Josef Nentwig den Weg zu Kizoodo. „Ich wurde gefragt, ob ich mitmachen will. Und weil ich sowieso oft im Zoo zum Fotografieren war, habe ich Ja gesagt.“ Nentwig ist eines von sieben Gründungsmitgliedern – alle von ihnen sind auch heute noch mit dabei, wenn es darum geht, Geld einzusammeln für die großen und kleinen Projekte. Dabei laufen die Mitglieder nicht nur mit Spendendosen durch Einkaufsstraßen. Sie pflegen Kontakte und suchen neue potente Geldgeber, die Geld spenden.

Eigenes Gehege für die Felsenkängurus

So hat es Kizoodo auch möglich gemacht, dass die Felsenkängurus im Mai 2016 ein neues Gehege bekommen haben. Bei der Außenverkleidung und den Feinarbeiten haben dann Zoo-Mitarbeiter mitgeholfen. Den ersten männlichen Bewohner namens Speedy, der mittlerweile in Madrid rumhüpft, haben sie im August 2015 selbst aus Berlin abgeholt.

Nur ein paar Meter weiter vom Gehege steht im Zoo eine kleine Bretterbude. In „Speedy‘s Treff“ verkaufen die Vereinsmitglieder an zwei Sonntagen im Monat Kaffee und Kuchen. Verkauft hat Kizodoo auch schon vor ein paar Jahren. Damals standen Heike Renkawitz und Brigitte Pertram mit ein paar Thermoskannen Kaffee und etwas Kuchen bei den Seelöwen und verkauften von einem Tisch, den sie sich vom Zoo leihen mussten. Dann verkauften sie in einem Pavillon, den sie immer wieder auf- und abbauen und hin und her schleppen mussten.

Schon seit dem Jahr 2016 steht nun die Hütte hier, gespendet wurde sie von zwei Schreinern. Jedes Mitglied bringt sich irgendwie ein. Brigitte Benten zum Beispiel hat das Motiv für einen Jutebeutel gemalt, den Kizoodo nun verkauft. Darauf zu sehen: Brillenbär Moritz. Brigitte Benten ist seit zwei Jahren dabei.

Ingrid Aufdemkamp hat Kizoodo vergangenes Jahr kennengelernt. Seit 2018 ist sie Mitglied: „Ich bin gebürtige Hombrucherin und hier im Zoo quasi aufgewachsen. Ich bin mit dem Herzen dabei.“

Brillenbären-Gehege soll erweitert werden

Der Verein will sich nicht übernehmen und startet ein neues Großprojekt erst, wenn das vorherige abgeschlossen ist. Derzeit sammelt Kizodoo 400.000 Euro für die Erweiterung des Brillenbären-Geheges von Bewohner Moritz. Mittlerweile sei schon ein sechsstelliger Betrag angesammelt, verrät Vorsitzende Heike Renkawitz.

Die Kinder sollen aber nicht zu kurz kommen.

Jedes Jahr gibt es für die kleinen Besucher ein Projekt. In diesem Jahr zum Beispiel lernen einige „Zoostrolche“ an sieben Samstagen im Jahr den Zoo von einer anderen Seite kennen. Und weil die Kinder so begeistert von der Aktion sind, ist eine Wiederholung für das kommende Jahr fest eingeplant.

Der Verein verkauft auch einen „Kizoodo-Schein“, eine Null-Euro-Note mit tierischem Motiv. Die letzte Auflage ist ausverkauft, eine neue soll schon bald wieder im Online-Shop verfügbar sein. Kizoodo bietet auch regelmäßig eine Mitternachtswanderung an. Die Nächste ist am 6. Juli (Freitag) ab 23.30 Uhr. Wer sich für die Wanderung anmelden oder weiter über den Verein informieren möchte, kann sich bei Heike Renkawitz unter Tel. 57 39 78 oder per Mail melden. info@kizoodo.de
www.kizoodo.de
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