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Ein weiterer Dortmunder Modeanbieter gibt auf

Einzelhändler sehen schwarz

Es ist kein einfaches Jahr für den Modeeinzelhandel in Dortmund: Im Juli hat am Ostenhellweg das traditionsreiche Modehaus Vosschulte geschlossen, nun kommt das Aus für ein weiteres Geschäft. Eine Spontanumfrage zeigt: Die Stimmung unter den Dortmunder Einzelhändlern ist düster.

Dortmund

, 01.10.2016
Ein weiterer Dortmunder Modeanbieter gibt auf

Anke und Wolfgang Müller schließen im Januar ihr Geschäft in den Propsteiarkaden vis-à-vis dem Hansaplatz.

Wegen der Insolvenz der Steilmann SE mussten auch die Mitarbeiter des Modehauses Boecker an der Kampstraße um dessen Bestehen bangen. Ähnlich erging es den Mitarbeitern der Filiale der Herrenbekleidungskette Pohland auf dem Westenhellweg, die wegen Insolvenz einige Standorte schloss. Der Dortmunder Laden blieb geöffnet.

Nun gibt ein weiteres alteingesessenes Geschäft in Dortmund auf: Mit dem hochwertigen Modeanbieter für Damen und Herren, „Mira und Maximilian“, trifft es dazu eines der Gründungsmitglieder der Qualitätsroute. 

Unbefriedigendes Ergebnis

Laut Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) lag der Umsatz des kleinen und mittelgroßen Textileinzelhandels im ersten Halbjahr ein bis zwei Prozent unter dem Ergebnis von 2015. Dieses „unbefriedigende“ Ergebnis vermeldete der BTE Anfang September.

Auf Anfrage unserer Redaktion hat Dortmunds Cityring-Vorsitzender Dirk Rutenhofer am Freitag eine „Blitzumfrage“ unter den Modehändlern im Cityring durchgeführt. Von rund 230 Mitgliedern im Cityring gehören fast 50 zum Kreis der Modeanbieter. Auf die Spontanumfrage antworteten 21 (die Ergebnisse finden sie unten, „Zur Sache“). Das Resultat: Die Stimmung ist äußerst angespannt.

Spotanumfrage: Das sagen die Einzelhändler

  • Auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit dem Geschäft in den ersten neun Monaten des Jahres?“ antworteten alle 21 Modehändler, die bei der Umfrage mitmachten, „überhaupt nicht zufrieden“.
  • Zu Umsatzeinbußen im Vergleich zu 2015 antworten alle 21 mit „ja“.
  • Wie stark die Konkurrenz großer Ketten zu schaffen macht, empfinden vier der Befragten als „sehr stark“, sieben „seit Jahren etwa gleich“ und zehn „betrifft uns nicht so sehr“.
  • Was ihrem Geschäft am meisten zu schaffen mache, lautete die vierte Frage. 14 Händler antworteten „das regnerische Wetter im Sommer“, sieben die „Online-Konkurrenz“.
  • Zum eigenen Online-Engagement beim Verkauf gaben sieben an, dass sie ihre Ware auch übers Internet anbieten, vier sagten „nein, das können wir nicht stemmen“, drei „wir sind dabei, einen Weg dafür zu finden“.

Dieser Sonntag (2. 10.) ist der erste verkaufsoffene in der Innenstadt. Die Geschäfte öffnen von 13 bis 18 Uhr. Dazu läuft auf dem Alten Markt noch bis einschließlich Sonntag das Pfefferpotthastfest im großen Zelt.

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