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Envio-Zeuge: Giftschrott im Trafo versteckt

Aussage vor Landgericht

Giftschrott in einem ausrangierten Riesen-Trafo, PCB belastete Bleche in der Verkaufshalle: Im Dortmunder Envio-Prozess hat ein Ex-Schichtleiter am Donnerstag erzählt, dass kontaminiertes Material vor Behörden- und Feuerwehrkontrollen schnell versteckt worden sein soll - auf abenteuerliche Weise.

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 14.03.2013
Envio-Zeuge: Giftschrott im Trafo versteckt

Der Firmensitz von Envio am Hafen.

Der 46-jährige Zeuge sprach vor dem Dortmunder Landgericht von „Nacht- und Nebelaktionen“. Hunderte randgefüllter Gitterboxen seien abgestellt worden, wo gerade Platz war. „Manchmal wurden die Bleche im Schnellverfahren durch die Dampfanlage gejagt“, sagte der frühere Schichtleiter den Richtern. „Dabei war das eigentlich ein Fall für die Rüttelanlage, weil die viel intensiver ist.“

 Bis zuletzt seien er und seine Kollegen nie sicher gewesen, ob die gereinigten Bleche überhaupt richtig sauber waren. „Es gab keine Kontrollmöglichkeiten für uns.“ Das große Problem sei die ständige Materialzufuhr gewesen. Man sei mit der Reinigung überhaupt nicht mehr nachgekommen. Einmal sollen auch mit PCB kontaminierte Bleche in einen entkernten Riesen-Transformator gekippt worden sein. Anschließend seien der Deckel und die Seitenklappen einfach wieder angeschraubt worden.Ex-Envio-Chef Dirk Neupert und weiteren Angeklagten werden von der Staatsanwaltschaft Körperverletzung und Umweltdelikte vorgeworfen. 

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