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Erste Regatta auf dem Phoenix-See lockt 10.000 Besucher

BMW Sailing Cup

Spannende Wenden und viel Wind: Die erste Segel-Regattain Hörde lockte am Wochenende Segelneulinge und viele Zuschauer. Und manchmal wurde es auf dem fürs Segeln kleinen Phoenix.-See richtig eng.

HÖRDE

10.06.2012
Erste Regatta auf dem Phoenix-See lockt 10.000 Besucher

Im Hintergrund wird am Phoenix-See noch gebaut.

"Warum die Sechs jetzt nicht wendet, wird auf ewig ihr Geheimnis bleiben." Kommentator André Keil wundert sich so manches Mal bei der ersten Segelregatta auf dem Phoenix-See. Denn obwohl es für die Teilnehmer sportlich um eine Qualifikation für das Deutschlandfinale in Hamburg geht, steht für die meisten der Spaß an der Sache ganz klar im Vordergrund.  Immerhin segeln hier keine Profis, sondern teils blutige Anfänger. Einen Segelschein zu haben, ist zwar ein Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Regatta.

Im Losverfahren werden die einzelnen Teams zusammengestellt, so dass auf jedem Boot mindestens zwei erfahrene Segler mit Segelschein sind. Die so zusammengewürfelten Crews harmonieren erstaunlich gut. "Es gibt ja klare Kommandos", grinst Magnus Schenk. Er hat mit seinem "Team F" unter dem Kommando von Skipper Manni Franken gerade knapp den Einzug ins Finale verpasst. Enttäuscht oder gar verärgert darüber ist keiner der fünf deswegen. "Wir sind heute morgen erst über den Hoffnungslauf ins Halbfinale gerutscht", sagt die einzige Frau des Teams, Alina Schneider, "das war eh schon mehr als wir gedacht hatten." Da sie in Attendorn zu Hause ist, segelt sie sonst vor allem auf der Bigge. Ihr Eindruck vom Phoenix-See? "Klein", sagt sie und lacht. Teamkollege Oliver Moormann aus Brackel widerspricht: "Für diese Art von Regatta ist der See perfekt. Dass man so nah an den Zuschauern ist, ist doch super!"

Tatsächlich sind die Boote, die heute über den Phoenix-See gleiten, mit ihren acht Metern Länge eigentlich zu groß für das Gewässer. Für die Regatta haben sie einen Ausnahmegenehmigung. Kein Wunder, dass es bei den Rennen, bei denen jeweils sechs Boote am Start sind, immer mal wieder richtig eng wird. Manchmal auch zu eng. "Am Samstag hatten wir einen kleinen Zusammenstoß", berichtet Stefan Rundholz vom Team F, "zwischen den Rümpfen war zwar noch Platz, aber die Salinge von unserem und einem anderen Boot haben sich verhakt." Viel passiert ist nicht. Masten und Salinge blieben heil, nur Skipper Manni Franken hat nasse Füße bekommen. Den Spaß mindern solche kleinen Unfälle nicht. Vor allem nicht für die Zuschauer. Ungefähr 10.000 Besucher haben sich den BMW Sailing Cup nicht entgehen lassen. So sind die Veranstalter von BMW und dem Yachtclub Phoenixsee e.V. mit dem Wochenende rundum zufrieden. Und das frisch zusammengewürfelte Team F will auf jeden Fall jetzt öfter zusammen segeln. Auch auf dem kleinen Phoenix-See.

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