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Erste Zwischenfälle vor der Nazi-Demo

Aufmarsch am 4. September

DORTMUND Vier Wochen vor dem angekündigten Neonazi-Aufmarsch am 4. September beginnt sowohl auf Seiten der Rechten als auch auf Seiten der Gegendemonstranten die bundesweite Mobilisierung.

von Von Jonas Müller-Töwe

, 03.08.2010
Erste Zwischenfälle vor der Nazi-Demo

Die rechte Szene möchte am 4. September wieder in Dortmund aufmarschieren. Rechtes Propaganda-Material beschlagnahmte die Polizei schon jetzt.

Die Polizei bestätigte auf Anfrage, bei einer Fahrzeugkontrolle über 7000 Demo-Flugzettel der Rechten zusammen mit einem Eimer Tapetenkleister beschlagnahmt zu haben. An der Heyden-Rynsch-Straße in Dorstfeld hatten Beamte nachts einen Bully überprüft und die Gegenstände gefunden.

Es handele sich beim Bekleben von Häuserwänden um Sachbeschädigung, sagt die Polizei. Nur einige Tage später, am Mittwoch (28. 7.) und Donnerstag (29. 7.), kam es dann zu Vorfällen an der TU Dortmund. Dort hatte das „Forum gegen Rassismus“ des Allgemeinen Studierendenausschusses für Donnerstag eine Veranstaltung mit Rednern des S4-Bündnisses angekündigt. Die Gruppe hat eine Gegen-Demonstration am 4. September angekündigt. In der Nacht zu Mittwoch warfen Unbekannte vier Scheiben des Seminarraums ein – in Kreisen des AstA vermutet man einen rechten Hintergrund. Am Abend der Veranstaltung bezog dann ein halbes Dutzend Neonazis aus dem Umfeld der Autonomen Nationalisten Aufstellung vor dem Eingang des Gebäudes Emil-Figge-50. „Einige davon sind den Veranstaltern bekannt“, sagte ein Augenzeuge.

Daraufhin begannen sie die Veranstaltung und ihre Teilnehmer durch die Fensterscheiben zu filmen. „Zuvor hatten die Rechten versucht, in das Gebäude zu gelangen, was ihnen nicht gestattet wurde“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Wieland. Die Veranstalter riefen die Polizei, die Platzverweise erteilte und das Video löschen ließ. Offenbar allerdings nicht gründlich genug – auf einer Neonazi-Internetseite finden sich noch Bilder. Am 4. September wollen wieder Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet in Dortmund aufmarschieren.

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