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Ex-Frau von Norman Franz im Zeugenstand

Syburg-Doppelmord

Im Prozess um den Handgranaten-Doppelmord in Syburg vor 15 Jahren hat am Freitag vor dem Dortmunder Schwurgericht die Ex-Ehefrau des flüchtigen Schwerverbrechers Norman Franz ausgesagt.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 13.08.2010
Ex-Frau von Norman Franz im Zeugenstand

Auf der Reichsmarkstraße in Syburg geschah der Anschlag.

Die heute 33-Jährige war Ende 2000 wegen ihrer Beteiligung an zwei tödlichen Raubüberfällen in Weimar und Halle zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Inzwischen lebt sie wieder in Dortmund und würde ihr kriminelles Vorleben am liebsten vergessen. „Ich habe vieles verdrängt, ich möchte an die ganzen Dinge nicht mehr denken“, sagte die Zeugin.

Auf die Frage, ob sie eine Ahnung habe, wo sich Norman Franz heute aufhalte, antwortete die 33-Jährige: „Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm. Wenn ich wüsste, wo sie noch suchen könnten, hätte ich ihnen das schon längst gesagt. Ich kann aber nichts preisgeben, weil ich nichts weiß." Mittlerweile ist sie von Norman Franz geschieden und hat wieder ihren Mädchennamen angenommen. Das Schwurgericht hatte die 33-Jährige als Zeugin geladen, weil sie zur Tatzeit 1995 oft mit der Gruppe der späteren Handgranaten-Attentäter zusammen war. Die Frage, ob der jetzt angeklagte Salem K. in den Plan, mit einer Handgranate drei Polen an der Hohensyburg zu töten, eingeweiht war, konnte sie jedoch nicht sicher beantworten. Sie sagte jedoch: "Norman hat mir vor der Tat mal im Keller eine Handgranate gezeigt. Er sagte mir, die sei von Salem."

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