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Ex-Freundin: Vergewaltigungen waren frei erfunden

Fall Thomas Ewers

Die Hoffnungen des verurteilten Vergewaltigers Thomas Ewers auf späte Rehabilitation und einen nachträglichen Freispruch sind weiter gestiegen. Seine Ex-Freundin hat am Mittwoch vor dem Landgericht Dortmund zugegeben, Ewers 2001 zu Unrecht wegen zweifacher Vergewaltigung angezeigt zu haben.

DORTMUND

16.04.2014
Ex-Freundin: Vergewaltigungen waren frei erfunden

Thomas Evers' Ex-Freundin beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Dortmund am Mittwoch.

Ewers wurde damals verurteilt und saß fast sieben Jahre im Gefängnis. Jetzt muss sich die 41-jährige Frau wegen Freiheitsberaubung verantworten. „Diese Vorfälle hat es nicht gegeben“, erklärte die Angeklagte mit tonloser Stimme. Sie habe die Vergewaltigungen „frei erfunden“, um Thomas Ewers damals loszuwerden. Ihr Ex-Freund soll sie nach der Trennung ständig verfolgt, bedroht und belästigt haben. Deshalb habe sie die falsche Anzeige erstattet. Der Drahtzieher der perfiden Aktion soll allerdings der damalige neue Freund der Frau gewesen sein. Der heute 38-jährige Frührentner sitzt deshalb ebenfalls auf der Anklagebank. Er ist sich jedoch keiner Schuld bewusst. Davon, dass er die Frau angestiftet haben soll, Thomas Ewers falsch zu bezichtigen und so ins Gefängnis zu bringen, will er nichts wissen. „Mir hat sie erzählt, dass sie tatsächlich vergewaltigt wurde“, behauptete der Mitangeklagte.

Sollten die Richter das Duo nun wegen Freiheitsberaubung verurteilen, wäre Thomas Ewers schon wieder einen Schritt weiter. Vor dem Essener Landgericht betreibt er seit Jahren ein förmliches Wiederaufnahmeverfahren. Erst am Montag hat dort eine nicht öffentliche Anhörung stattgefunden. Dabei soll die Frau ebenfalls ein Geständnis abgelegt haben.

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