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Ferienparty vor dem Aus

30.000 Euro fehlen

Der Beginn der Kinderferienparty am Montag in zwei Wochen steht in den Sternen. Die 42. Auflage des bunten Sport- und Kreativprogramms droht zu scheitern, weil den Organisatoren noch 30 000 Euro fehlen.

DORTMUND

von Von Philipp Ostrop und Gaby Kolle

, 23.06.2012
Ferienparty vor dem Aus

Ob die Kinderferienparty in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann, steht noch in den Sternen.

„Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, müssen wir die Kinderferienparty absagen“, sagt Geschäftsführer Friedrich Dieck. Seit mehr als 40 Jahren ist die Kinderferienparty eine Dortmunder Institution. Generationen von Kindern kennen den kostenlosen Ferienspaß in der Helmut-Körnig-Halle und auf der Strobelallee. Obwohl viele Helfer ehrenamtlich arbeiten, muss der organisierende Verein jedes Jahr etwa 55 000 bis 60 000 Euro aufbringen. In der Vergangenheit existierte der Verein unter dem Dach der Westfalenhalle. Nach jeder Kinderferienparty ist die Westfalenhalle zunächst in finanzielle Vorleistung gegangen – jedes Jahr hat der Verein mit Hilfe von Spenden den Fehlbetrag nachträglich ausgeglichen.

Seit letztem Jahr ist der Verein jedoch unabhängig und hat es nicht geschafft, vor der diesjährigen Kinderferienparty das nötige Finanzpolster zu schaffen. Helfen könnten nur noch unverhoffte Spenden – oder eine Ausfallbürgschaft der städtischen Jugendhilfe. Ob so eine Ausfallbürgschaft angesichts der Haushaltssperre möglich ist, ist jedoch unklar. Der Vereinsvorsitzende Friedhelm Sohn, auch Vorsitzender des Jugendausschusses der Stadt hofft, „dass die Stadt uns unterstützt“. Aber ob die angesichts des aufgelösten Rates schnell genug entscheiden könne.

Die Kinderferienparty sei dringend auf Spenden angewiesen, appelliert Sohn an potenzielle Sponsoren. Die ehrenamtlichen und die Honorarkräfte stünden bei Fuß, um auch in diesem Jahr „Kindern, die aus finanziellen Gründen nicht in den Urlaub fahren können, ein schönes und pädagogisch wertvolles Angebot zu machen“. Bei der Eröffnung der Ferienparty im letzten Jahr hatte Sohn in seiner Ansprache bereits um Spenden gebeten. „Da kam ein kleiner Junge und hat mir 20 Cent gegeben. Die hab‘ ich gern genommen.“ 

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