Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Feuerwehr räumt illegale Pflege-WG an der Hansastraße

Beatmete Personen betroffen

Die Feuerwehr hat am Freitagabend eine illegale Pflege-WG an der Hansastraße aufgelöst. Dort waren vier intensiv pflegebedürftige Menschen in Büroräumen im dritten Stock untergebracht. Die Patienten haben teilweise infektiöse Krankheiten und müssen mit Maschinen beatmet werden. Bei der Räumung gab es ein Problem.

DORTMUND

, 14.11.2014
Feuerwehr räumt illegale Pflege-WG an der Hansastraße

Vorsichtshalber zogen die Rettungskräfte Schutzanzüge an.

Der ungewöhnliche Einsatz ist beendet. Der Patient, der sich gegen die Verlegung zunächst gewehrt hatte, gab nach und ist in ein Spezialpflegeheim nach Bergkamen verlegt worden. Die Polizei erläuterte ihm zuvor den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts in Münster. Die anderen drei Patienten sind in Dortmunder Heimen. Wegen ansteckender Keime muss die Feuerwehr Geräte und Fahrzeuge desinfizieren.

Einer der vier Bewohner weigert sich, die Räume zu verlassen. Notfalls muss er zwangsweise abtransportiert werden. Inzwischen sind 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften an der Hafenstraße. Die Räumung kann sich laut Feuerwehr noch etwas hinziehen.

Rund um das Haus an der Hansastraße 14-16 stehen derzeit mehrere Krankenwagen und ein Notarzt-Fahrzeug. Geräumt werden Räume im dritten Stock. In ihnen leben nach Angaben der Feuerwehr vier Menschen. Drei von ihnen müssen mit Maschinen beatmet werden. Zwei von ihnen haben Infektionskrankheiten - deswegen tragen die Rettungsdienst-Mitarbeiter Schutzanzüge.

Das städtische Bauordnungsamt hat die Räumung veranlasst. Denn in der Wohnung hätten niemals intensiv pflegebedürftige Menschen untergebracht werden dürfen. Eigentlich als Büroräume vermietet, hatte der Mieter die Räume an eine Firma untervermietet, die dort die vier Patienten untergebracht hatte. Sie wurden nach Angaben der Feuerwehr von einem Pfleger versorgt.  Hätte es einen Brand gegeben, hätten die Patienten nicht gerettet werden können - daher die Räumung wegen Gefahr in Verzug.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt