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Feuerwehr übte Rettung im Nebel - B236-Tunnel war gesperrt

Mit Fotostrecke

Dichter Rauch, drei blutende Verletzte, zwei demolierte Autos: Zum Glück war dieses Szenario, das sich am Donnerstagabend im Berghofer Tunnel der B236 bot, nicht der Realität, sondern einer Übung geschuldet. Dort probten über 40 Feuerwehrleute für den Ernstfall. Denn ein Brand in einem Tunnel ist besonders gefährlich.

BERGHOFEN

, 23.06.2017
Feuerwehr übte Rettung im Nebel - B236-Tunnel war gesperrt

Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.

Dichter Rauch erfüllt am Donnerstagabend den rund 1,3 Kilometer langen B236-Tunnel in Berghofen. Irgendwo in der Mitte dieser Strecke in Fahrtrichtung Schwerte brennt es - zumindest in der Fiktion, die Grundlage für die sogenannte Tunnelvollübung ist, die hier gerade stattfindet.

In beiden Fahrtrichtungen gesperrt

Plötzlich geht die Vollbeleuchtung des Tunnels an, aus den großen Lautsprechern schallt das Wort "Brand", zusammen mit Anweisungen für die Autofahrer im Tunnel, die bei dieser Übung natürlich nicht vorhanden sind. Ab 20 Uhr war der Abschnitt für den fließenden Verkehr in Richtung Schwerte gesperrt worden, ab 20.15 Uhr auch in der Gegenrichtung. "Damit nicht aus der gestellten Gefahrsituation eine echte wird", sagt Markus Miglietti, Sprecher der Straßen-NRW-Autobahnniederlassung Hamm, als Begründung. 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So spektakulär war die Feuerwehrübung im Tunnel der B236

Zwei verunfallte Autos, drei Verletzte und das alles mitten im Tunnel der B236 in Berghofen. Aber zum Glück: Alles war nur zur Show. Oder besser: Übung. Die Dortmunder Feuerwehr, die Autobahnmeisterei und die Straßen-NRW-Autobahnniederlassung Hamm übten am Donnerstagabend den Ernstfall. Besonders schwierig: Mit Nebelmaschinen wurde der Tunnel so verraucht, dass die Sicht sehr schlecht und die Feuerwehrarbeit deshalb entsprechend schwer war. Wir waren bei der Übung im Tunnel dabei und haben ganz viele Fotos mitgebracht.
22.06.2017
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Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Im Tunnel konnte man wegen der Verrauchung teilweise kaum die Hand vor Augen sehen. Das erschwerte natürlich die Arbeit der Feuerwehr.© Foto: Oliver Schaper
Im Tunnel konnte man wegen der Verrauchung teilweise kaum die Hand vor Augen sehen. Das erschwerte natürlich die Arbeite der Feuerwehr.© Foto: Oliver Schaper
Im Tunnel konnte man wegen der Verrauchung teilweise kaum die Hand vor Augen sehen. Das erschwerte natürlich die Arbeit der Feuerwehr.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Im Tunnel konnte man wegen der Verrauchung teilweise kaum die Hand vor Augen sehen. Das erschwerte natürlich die Arbeit der Feuerwehr.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Im B236-Tunnel in Berghofen hat am Donnerstagabend eine Tunnelübung stattgefunden - der Ernstfall wurde geprobt. Die Bundesstraße wurde dafür in beide Richtungen für einen Abschnitt gesperrt.© Foto: Oliver Schaper
Drei Verletzte, so das Szenario, musste die Feuerwehr aus den zwei verunfallten Autos bergen - und das möglichst schnell.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Im Tunnel konnte man wegen der Verrauchung teilweise kaum die Hand vor Augen sehen. Das erschwerte natürlich die Arbeit der Feuerwehr.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Im Tunnel konnte man wegen der Verrauchung teilweise kaum die Hand vor Augen sehen. Das erschwerte natürlich die Arbeit der Feuerwehr.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Im Tunnel konnte man wegen der Verrauchung teilweise kaum die Hand vor Augen sehen. Das erschwerte natürlich die Arbeit der Feuerwehr.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper
Die "Opfer" wurden von Profis dargestellt: Die Notfalldarsteller Screaming Rescuers aus dem Sauerland waren vor Ort. Sogar Verletzungen wurden geschminkt.© Foto: Oliver Schaper

Klar, so sagt er, gibt es einige Verkehrsteilnehmer, die kein Verständnis dafür haben, dass sie für eine Übung wie diese eine Sperrung und damit einen Umweg in Kauf nehmen müssen. Aber: Wichtig, so sagt er, sind diese Proben im Ernstfall. Und darüber hinaus vorgeschrieben: Alle vier Jahre muss laut Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln eine Tunnelvollübung erfolgen. 

 

#Übung im Tunnel B236, die ersten Einsatzkräfte treffen an der Unfallstelle ein. pic.twitter.com/v9ZlcE1e9R

— Feuerwehr Dortmund (@FW_Dortmund)

 

Aber zurück zum Szenario: Durch einen eingeschlagenen Brandmelder ist die Tunnelleitstelle in Hamm um 20.57 Uhr alarmiert, informiert Feuerwehr und Polizei. Die Dortmunder Feuerwehr weiß bereits von der Übung - das zumindest ist anders als im Ernstfall. Sie hat sich außerdem entschieden, nicht mit Martinshorn zum Tunnel zu kommen und ganz normal mit dem fließendem Verkehr zu fahren. So, das erklärt Miglietti, soll das Risiko eingeschränkt werden, dass durch Hast oder Eile etwas passiert. Anwohner sollen nicht unnötig verwirrt werden, sagt auch Andreas Pisarski, Sprecher der Feuerwehr. Das erklärt zudem auch, warum die ersten Einsatzwagen der Feuerwehr erst um 21.06 Uhr vor Ort sind. 

Zu Fuß in den Tunnel

Nach und nach treffen die rund 40 Einsatzkräfte und zehn Fahrzeuge, die an dem Übungseinsatz beteiligt sind, am Unfallort ein. Beteiligt an der Übung sind der Löschzug 13 der Freiwilligen Feuerwehr und die Löschzüge 3 und 4 der Berufsfeuerwehr.

Zu Fuß gehen die ersten Wehrleute in den Tunnel - die einen in Fahrrichtung, die anderen kommen von der Gegenseite und nutzen die Fluchtwege von der anderen Röhre des Tunnels aus. 

Dann wird es - zumindest für den Beobachter von außen - unübersichtlich. Die Feuerwehrmänner nähern sich den zwei Autowraks, die extra für die Übung auf die Straße gestellt wurden. Drei Verletzte sitzen drin. Und zwar keine Dummies, sondern Notfalldarsteller. Drei von den Screaming Rescuers aus dem Sauerland, die sich ehrenamtlich für solche Übungen zur Verfügung stellen, sind in die Rollen der Verletzten geschlüpft, sogar entsprechend geschminkt.

Situation schnell im Griff 

Die Feuerwehr, so scheint es für den Beobachter, hat die Lage schnell im Griff. Ein Feuer ist in dieser Situation übrigens nicht nachgestellt. "Löschen machen die ja jeden Tag", sagt Miglietti, während er durch den Nebel auf die Feuerwehrleute schaut, die zupackend die Menschen aus den Autos bergen. Es geht bei dieser Übung mehr, so erklärt er, darum, die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern, die besten Anfahrtswege zum Tunnel kennenzulernen und die Arbeit bei starker Rauchentwicklung im Tunnel zu testen. 

Um 21.30 Uhr ist die Übung erfolgreich beendet - die drei Verletzten, einer davon war im Auto eingeklemmt, sind erfolgreich aus den Autos, aus dem Tunnel befreit. 

 

#Übung Tunnel B236 erfolgreich beendet. Alle Personen aus den Fahrzeugen befreit. pic.twitter.com/m4UUkt6RGx

— Feuerwehr Dortmund (@FW_Dortmund)

 

Was die Feuerwehr mitnimmt? "Die Kommunikation zwischen der Tunnelleitstelle und unserer Leitstelle hat sehr gut geklappt", sagt Andreas Pisarski von der Feuerwehr. Aber die Wehrmänner aus Dortmund nehmen aus der Übung aber auch eine Baustelle mit. "Der analoge Funk der Kollegen untereinander hat sehr gut funktioniert. Wir hatten aber Probleme, was den Digitalfunk angeht", sagt er.

Warum das genau so war, kann er noch nicht sagen. "Da werden wir am Ball bleiben und mit Straßen-NRW drüber sprechen", sagt er. Und: "Dazu gibt es ja solche Übungen, damit man solche Sachen verbessern kann."

Von zwei kleinen Problemchen kann nach der Übung außerdem Markus Miglietti berichten: Zwei Warnlampen auf der Strecke haben nicht funktioniert und müssen repariert werden. Außerdem ließ sich eine extra für solche Fälle vorgesehene Öffnung in den Schutzplanken für die Feuerwehr nicht öffnen. Auch darum kümmert sich die Autobahnniederlassung jetzt. Das Fazit Migliettis: „Wir haben alle draus gelernt.“