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Florianturm: Bungee-Rampe wird abgebaut

DORTMUND Dortmunds derzeit wohl gefährlichster und Nerven aufreibendster Arbeitsplatz befindet sich hoch am Florianturm. In 140 Metern Höhe sind dort drei fleißige Monteure mit dem Abbau der ausgedienten Bungee-Rampe beschäftigt.

von Von Oliver Volmerich

, 04.07.2008

Der Schwindel erregende Ausblick steht ganz im Gegensatz zu der Gelassenheit, mit der die Fachleute zu Werke gehen. Schließlich ist das Monteurteam auf besondere Aufgaben spezialisiert – „von Afrika bis Kasachstan“, berichtet Freek Umbreit.

Obwohl: Der Einsatz am Florianturm ist schon etwas besonderes, gibt der Monteur zu. Stück für Stück, Stahlrohr für Stahlrohr, wird derzeit die Bungee-Rampe am Dortmunder Wahrzeichen abgebaut. Gut 140 Meter über dem Erdboden. Ohne Netz und doppelten Boden. Aber natürlich gut gesichert durch Zugseile und Karabinerhaken.

Vor zehn Tagen hat das Trio vom Montage-Service SL aus Hallbergmoos bei München mit der schwindelerregenden Arbeit begonnen. „Wenn alles gut geht wird man bis zum übernächsten Wochenende von unten nichts mehr von der Rampe sehen“, schätzt Umbreit. Das wäre fast auf den Tag genau fünf Jahre nach dem tragischen Bungee-Unglück, bei dem sich ein 31-Jähriger wegen eines gerissenes Sprungseils zu Tode stürzte. Seitdem liegt die Anlage still. Ende 2007 lief der Vertrag der Betreiberfirma Schweizer für die Nutzung des Florianturms aus. Die hat jetzt die Demontage der Rampe in Auftrag gegeben. „Die Stahlteile werden verschrottet“, erklärt Michael Kiesl von der Firma Schweizer.

Bungee-Sprünge vom Florian wird es danach definitiv nicht mehr geben. Dazu bräuchte es nach dem tragischen Unfall wohl auch Nerven aus Drahtseile. „Ich“, gibt selbst der Höhen erprobte Monteur Freek Umbreit zu, „wäre hier nicht runtergesprungen.“

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