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Flughafen: Für 37 Mio. Euro nur noch sechs Stunden Schlaf

DORTMUND Der Flughafen soll nun doch ausgebaut werden. 37 Mio. Euro soll die neue Variante für die "Startbahn Ruhrgebiet" kosten. Flughafen-Chef Manfred Kossack stellte jetzt seine "kleine" Lösung vor.

von Von Achim Roggendorf

, 12.08.2008

Geplant bis 2010: Ausbau der Start- und Landebahn auf 2300 Meter (je 150 Meter in beide Richtungen) und Flugzeiten von 6 bis 23 Uhr plus einer Stunde Verspätungsregelung. Kossack räumt zwar Ende September seinen Schreibtisch. Er wechselt als neues Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor zu den Stadtwerken (DSW21). Doch er möchte sich nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben, um den Flughafen auf Kurs zu halten. Auch, wenn der Rückzug auf Raten des englischen Billigfliegers easyJet einer Katastrophe gleichkommt, ist der Ausbau des Airports für Kossack noch nicht vom Tisch.

Lösung ist nur ein Zwischenschritt

Ihm schwebt nun eine „abgespeckte" Version des Masterplans 2020 vor, der Kosten in Höhe von 132 Mio. Euro verursacht hätte. Dazu gehört auch die notwendige Erweiterung des Terminals und der Vorfeldflächen für 35 Mio. Euro. Kossack stellte klar: "Bei der vorgelegten Lösung handelt es sich um einen Zwischenschritt, der die Marktsituation des Airports zwar verbessert, aber den Marktanforderungen nicht voll gerecht wird."

Nicht optimal am Markt positioniert

Kossack hofft mit dem "Entwicklungsschritt 2010" zu verhindern, dass das Beispiel easyJet Schule macht – und andere Fluggesellschaften ebenfalls Strecken streichen. Es ist nicht das erste Mal, dass Kossack die Werbetrommel rührt. Aus Angst um Wählerstimmen mimten die Volksvertreter, wenn es um längere Betriebszeiten am Flughafen geht, bislang aber die drei Affen – nichts sehen, nichts sagen, nichts hören. Immerhin genießt Kossack volle Rückendeckung durch DSW21-Chef Guntram Pehlke. Gerade wenn es um die Betriebszeiten gehe, warnte Pehlke erst kürzlich, sei der Airport „nicht optimal am Markt positioniert“. Deshalb müsse auch schleunigst ein Ratsbeschluss über längere Start- und Landezeiten her – und das noch vor der Kommunalwahl 2009.

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