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Giraffe Himba ist tot - die fünfte tote Giraffe in zwölf Jahren im Dortmunder Zoo

Giraffe gestorben

Zehn Tage lang litt die 20-jährige Giraffe Himba an einer Verstopfung. Die Behandlung schlug fehl, denn Giraffen sind laut Stadt besonders schwierige Patienten.

Dortmund

, 23.08.2018
Giraffe Himba ist tot - die fünfte tote Giraffe in zwölf Jahren im Dortmunder Zoo

Die Giraffe Himba starb am Samstag im Dortmunder Zoo. © Dortmunder Zoo

Die 20 Jahre alte Angola-Giraffe Himba des Dortmunder Zoos ist am vergangenen Samstag (18.8.) gestorben. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Während einer tierärztlichen Untersuchung sei der Tod eingetreten.

Laut Stadt habe das Tier zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Tage lang an einer Verdauungsstörung gelitten und sei in dieser Zeit ärztlich behandelt worden.

Himba konnte nur eingeschränkt behandelt werden

Die ärztliche Behandlung von Giraffen sei im Vergleich zu vielen anderen Tieren schwierig. Weil die Tiere einen empfindlichen Kreislauf hätten, berge eine medikamentöse Ruhigstellung immer ein „hohes Gesundheitsrisiko“. Das erschwere eine gründliche Untersuchung ebenso wie die Behandlung. Aufwändige operative Eingriffe, so die Stadt, seien bei erwachsenen Giraffen kaum möglich.

Stattdessen wurde Himba mit einer „fliegenden Spritze“ behandelt. Mit täglichen Injektionen sollte Himba stabilisiert und die Verstopfung aufgelöst werden. Das gelang zuerst auch, jedoch nur vorübergehend.

Erst 2015 starb Giraffenbulle Vuai

Himba ist die fünfte Giraffe des Dortmunder Zoos, die seit 2007 gestorben ist. 2015 starb Himbas Vater Vuai. Kurz nachdem er auf einen Spezialtransporter verladen worden war, sackte der Kreislauf des Giraffenbullen weg und Vuai legte sich im Transporter hin - eine für Giraffen lebensgefährliche Position. Trotz umgehender ärztlicher Hilfe starb Vuai kurz darauf.

Die früher gestorbenen Giraffen heißen Tamu, Mugambi und Amana.

Himba wurde 1998 als Nachzucht der aus Namibia stammenden Elterntiere Etosha und Ovambo im Dortmunder Zoo geboren. Die Obduktion des Tieres im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg bestätigte die Diagnose eines Dickdarmverschlusses.

Zwei Giraffen sind noch übrig: Gambela und Zikomo

Laut Stadt sind „das Dortmunder Zoo-Team und vor allem jedoch die Huftierpfleger als tägliche Betreuer sehr traurig über den Verlust des charismatischen Tieres, das für seine Gelassenheit und Freundlichkeit bekannt war.“

Im Dortmunder Zoo leben jetzt noch zwei Angola-Giraffen: die ebenfalls in Dortmund geborene, 21-jährige Gambela und ihr Sohn Zikomo (5).

Die Zoo-kritische Initiative Endzoo hatte die früheren Todesfälle der Zooleitung zur Last gelegt: Wegen inzestuöser Beziehungen der Giraffen untereinander seien die Tiere nicht uneingeschränkt lebensfähig. Die Vorwurf ließ sich jedoch nicht bestätigen. Der Zoo hatte alle Fälle öffentlich gemacht und die unterschiedlichen Todesursachen erläutert.
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