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Große Pink-Floyd-Ausstellung kommt nach Dortmund

Interview mit U-Turm-Chef

Es ist die erste Ausstellung des neuen U-Turm-Leiters, und es könnte die erste Ausstellung im U-Turm überhaupt werden, die richtig knallt: "Pink Floyd - ihre sterblichen Überreste", eine große, multimediale Show, eröffnet am Samstag (13.5.) in London, ist danach in Rom zu sehen - und anschließend in Dortmund. Ein echter Coup. Wir haben darüber mit U-Turm-Chef Edwin Jacobs gesprochen.

DORTMUND

, 12.05.2017

Im Frühjahr 2018 soll die Eröffnung sein, Genaueres ist noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass sie kommt: Edwin Jacobs hat die Zusage. Am Telefon erzählte er, wie er das geschafft hat und warum er die Ausstellung sehr sehenswert findet.

Wie sind Sie auf die Pink-Floyd-Schau gekommen?

Mein Kollege Andreas Blühm, Direktor des Groninger Museums, hat 2015 die David-Bowie-Ausstellung gezeigt. Die war sehr erfolgreich. Er hat mich darauf hingewiesen, dass eine Ausstellung zu Pink Floyd geplant sei. Im Oktober, November 2016 habe ich Kontakt zu der New Yorker Agentur aufgenommen, die die Pink-Floyd-Ausstellung organisiert, und zur Leitung des Londoner Museums V&A, wo die Ausstellung ab diesem Wochenende zuerst zu sehen ist.

Was haben die Londoner und New Yorker gesagt, als Sie Dortmund als Ausstellungsort vorschlugen?

Sie wussten nicht, wovon ich spreche. Sie wussten nichts über Dortmund. Aber inzwischen wird in deren Büros viel über Dortmund gesprochen.

Wie haben Sie das erreicht?

Es war sehr wichtig erst mal zu recherchieren, wie Dortmund sich zu Bands wie Pink Floyd verhält. Es stellte sich heraus, dass die Band bei ihrer The-Wall-Tour im Februar 1981 in den Westfalenhallen gespielt hat und dass es hier in Dortmund viele Fans gibt, aber auch in der Umgebung, auch in Holland.

Und ich habe den Ausstellungsmachern gesagt, dass diese Schau sehr wichtig für uns, für das U und für Dortmund ist. Dass wir sie wirklich wollen. Auch, weil sie als multimediale Schau so gut zum U passt. Und schließlich ist für so eine große, technisch anspruchsvolle Ausstellung auch eine gute Infrastruktur und Organisation nötig, die wir bieten können.

Sie haben auf Facebook Bilder aus der Londoner Ausstellung gepostet, die Sie vorab besichtigt haben. Sie sei „beeindruckend“, schrieben Sie. Warum?

Ja, die Ausstellung ist wirklich toll. Es gibt zum Beispiel ausschließlich Originalmaterial zu sehen. Und sie haben dort eine faszinierende Präsentationstechnik: Am Eingang setzt man ein Headset auf, das man nicht wieder abnimmt. Damit geht man da durch und je nachdem, vor welchem Ausstellungsstück man sich gerade befindet, hört man die passende Tonspur: die entsprechende Musik, ein passendes Interview, andere Informationen.

Ich kenne diese telefonähnlichen Hörer, in die man die Nummer eintippt, die neben einem Ausstellungsstück hängt, und die dann einen gesprochenen Text abspielen. Interaktive Headsets kenne ich aus Museen noch nicht.

Kannte ich auch nicht. Das ist neu und es ist sehr gut.

Die Plattencover von Pink Floyd sind bekannt für ihre originellen und künstlerisch interessanten Gestaltungen. Sie kommen den Exponaten einer klassischen Kunstausstellung am nächsten, oder?

Ja, natürlich. Und sie spielen in der Ausstellung die Hauptrolle, sie durchziehen wie ein roter Faden die ganze Schau. Das ist auch sehr interessant aufbereitet: Es gibt zum Beispiel die Originalentwürfe zu den Covern zu sehen. Man kann nachvollziehen, wie sie damals über das richtige Cover nachgedacht haben.

Die 6. Etage im U-Turm hat etwa 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, je nachdem, wie Sie die Wände aufstellen. Reicht das, um die Ausstellung aufzunehmen?

Das überlegen wir gerade. Ich gehe davon aus, dass die Ausstellung hauptsächlich oder vollständig dort zu sehen sein wird.

Der Originaltitel lautet „The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains“. Pink Floyd gelten als eine der einflussreichsten Rockbands überhaupt und blicken auf rund 50 Jahre Bandgeschichte zurück. Die Ausstellung ist die erste internationale Retrospektive der Band. Sie soll die Arbeitsweise der Band dokumentieren und ihren Wandel von der psychedelischen Rock-Gruppe in den 1960ern zu einer der kommerziell erfolgreichsten Bands. Sie ist vom 13. Mai bis 1. Oktober im in London zu sehen. Dortmund ist laut Pressestelle der Stadt die einzige Stadt im deutschsprachigen Raum, in der die Ausstellung gezeigt wird.  

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