Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Großer Bahnhof für den letzten Stern

BVB-Walk of Fame

Ehre, wem Ehre gebührt. Stern Nummer 1 auf dem "BVB-Walk of Fame" wurde am Montagabend als allerletzter verlegt. Dafür aber mit kirchlichem Segen und vielen prominenten Gästen.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 30.08.2010
Großer Bahnhof für den letzten Stern

Auch der Routenführer zum Walk of Fame wurde an der Dreifaltigkeitskirche vorgestellt.

Aus gutem Grund: Denn Stein Nummer 1 liegt unmittelbar vor der Dreifaltigkeitskirche in der Nordstadt und erinnert an die Gründung des BVB im Jahr 1909. Damals war Kaplan Hubert Dewald unfreiwilliger Geburtshelfer für die Borussia, weil er versuchte, die Fußball-Begeisterung der Gemeindejugend zu bekämpfen. Die gründete kurzerhand einen eigenen Verein. Und dieser Verein erlebte in den folgenden 100 Jahren jede Menge Sternstunden, die nun erwandert werden können. Denn der Walk of Fame führt vom Borsigplatz-Viertel quer durch die Innenstadt zum Signal Iduna Park und erinnert Stein für Stein an die großen Erfolge und Persönlichkeiten des BVB.

Mit der Verlegung des letzten Sterns nach einem kurzen, eindrucksvollen Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche wurde die Ruhmesmeile gestern mit vielen Ehrengästen und Alt-Borussen offiziell vollendet und eröffnet. Der Walk of Fame ist gewissermaßen ein verspätetes Geburtstagsgeschenk zum BVB-Jubiläum, erdacht und konzipiert von den Ruhr Nachrichten als Medienpartner des BVB und realisiert mit Hilfe jeder Menge weiterer Sponsoren und privater Spender, erklärte RN-Verleger Lambert Lensing-Wolff den Festgästen. „Damit konnten wir Stadt und Fans etwas Bleibendes geben.“   Zu den Stern-Besitzern gehört auch Oberbürgermeister Sierau, der den Stein Nr. 19 mit Bedacht gewählt hat. „Er erinnert an die erste deutsche Meisterschaft 1956 – und mein Geburtsjahr“, erklärte Ehrengast Sierau.

BVB-Präsident Reinhard Rauball wiederum ist als mehrfacher „Retter“ des Vereins selbst auf einem Stern (Nr. 62) verewigt. Doch das war für ihn nebensächlich. „Mir sind alle 100 Steine gleich lieb. Das ist eine tolle Dokumentation der Geschichte von Borussia Dortmund“, stellte er fest.   Die Dokumentation gibt es für jeden Fan auch in handlicher schriftlicher Form. Mit dem Walk-of-Fame-Routenführer, der die Geschichte jedes Steins erzählt und für 3 Euro u. a. im RN-Service-Center erhältlich ist. Eine Steilvorlage, um in Erinnerungen zu schwelgen – wie Bruno „Günna“ Knust zeigte, der die Festgäste mit Dönekes aus der BVB-Geschichte bestens unterhielt.  

Lesen Sie jetzt