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Großveranstaltungen unter der Lupe

Loveparade-Katastrophe

Die Loveparade-Katastrophe in Duisburg mit 21 Toten nach einer Massenpanik hat Folgen für alle Großveranstaltungen in der Stadt.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 21.08.2010
Großveranstaltungen unter der Lupe

Wo viele Menschen an einem Ort feiern -{FSPACE}wie hier in der Westfalenhalle - gelten besondere Sicherheitsregeln.

„Seit Duisburg ist alles anders. Was von uns bisher als sicher bewertet wurde, sehen wir uns noch einmal genau an“, sagte Stadt-Pressesprecher Udo Bullerdieck mit Blick auf Menschenmassen und Fluchtwege.

Änderungen hatte die Stadt bereits beim Lichterfest im Westfalenpark vor einer Woche bewirkt: Ordner zum Beispiel trugen deutlich erkennbare Signalstäbe, um gerade im Dunklen die Kommunikation zwischen Sicherheitskräften und Zuschauern zu gewährleisten. Den Signal Iduna Park, den 80.000 Fans besuchen, inspizieren Sicherheitskräfte regelmäßig. Sobald Konzertveranstalter dort aufschlagen, gelten neue Bedingungen: Dann regelt eine Sondergenehmigung die Sicherheit.  Folgen hat die Loveparade auch für den „Sternenzauber“-Feuerwerkswettbewerb am 18.9. im Hoeschpark: Der Veranstalter musste den Sitzplatzverkauf aus Sicherheitsgründen stoppen. Muss auch die Westfalenhalle umdenken? Hallen-Sprecher Dr. Andreas Weber:„Es ist aber ein Unterschied, ob man eine Großveranstaltung wie in Duisburg an einem neuen Ort konzipiert oder wie wir in der Westfalenhalle bereits seit Jahrzehnten mit großen Besucherzahlen umgehen können."

Mit bis zu 13.000 Besuchern rechnet der Veranstalter des "Syndicate"-Techno-Spektakels, Nikolaus Schär, am 2. Oktober. Seine Agentur, die i-Motion GmbH bei Koblenz, feiert in diesem Jahr in den Westfalenhalle 1 und 2 zum vierten Mal das Technofest, dessen Publikum aus der Loveparade-Szene stammt, und hatte auch schon die „Mayday“ organisiert.   „Sicherheit kostet viel Geld“, sagt Schär, „nur ein Dummkopf spart in diesem Bereich. Jeder professionelle Veranstalter hat dieses Thema im Fokus“ und handele nicht so „grob fahrlässig“ wie in Duisburg.

Menschenmassen sind auch ein Thema der Polizei - zum Beispiel, wenn sie demonstrieren wollen. Wo die Einsatzplaner wegen großer Massen auf zu engem Raum Gefahren sehen, treten sie auf die Bremse.   Ein Demo-Anmelder bemühte jüngst deshalb die Justiz: Er wollte mit 5000 Demonstranten auf den Wilhelmsplatz in Dorstfeld. Die Polizei lehnte aus Sicherheitsgründen ab – {FSPACE}die Verwaltungsrichter bestätigten diese Haltung.

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