Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Grüne fordern Stickoxid-Abgabe am Flughafen

21.12.2007

Der Flughafen Köln-Bonn führt zum 1. April emissionsabhängige Gebühren für den Stickoxid-Ausstoß bei Starts und Landungen ein - und ist damit nach Ansicht der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen auch ein gutes Beispiel für den "Dortmund Airport". Habe sich der Flughafen Köln/Bonn doch zum Handeln entschieden, bevor die dreijährige Testphase an den Flughäfen in München und Frankfurt abgelaufen ist.

Dazu stellt Barbara Blotenberg, grünes Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafen GmbH, fest: "So lange trotz der bekannten Klimaschädlichkeit des Flugverkehrs keine konsequente Besteuerung von Flugbenzin und damit eine indirekte Subventionierung erfolgt, ist die Stickoxidabgabe eine sinnvolle Maßnahme." Dies sei ein wesentlicher Beitrag zur Luftreinhaltung, um die lokalen Belastungen der Anwohner mit Schadstoffen zu senken. Gleichzeitig werden Fluggesellschaften, die umweltfreundlichere Flugzeuge einsetzen, finanziell gegenüber Dreckschleudern belohnt.

Bei jedem Start und bei jeder Landung wird die Umwelt mit etwa 10 Kilogramm Stickoxid belastet, hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen errechnet. In Köln-Bonn müssen die Fluggesellschaften ab April drei Euro für jedes Kilogramm Stickoxid für die Start- und Landevorgänge bezahlen. Eine Verringerung des Schadstoffausstoßes sei im Übrigen auch deshalb notwendig, weil ab 2010 schärfere Grenzwerte für Stickoxid gelten.

Vorerst kein Thema

Emissionsabhängige Flughafenentgelte sind für die Betreiber der "Startbahn Ruhrgebiet" vorerst kein Thema. Daran sei nicht gedacht, sagte Sprecher Oliver Kurtz. Man wolle erst die dreijährige Testphase abwarten. Denkbar wäre, nach dem Auslaufen von "Neres" 2009 diese Komponente in das neue Förderprogramm einzubauen. "Das wäre sicher ein guter Zeitpunkt."

Kurtz erinnert daran, dass es sich bei den Billiganbietern am Flughafen ohnehin um "junge Flotten" mit geringen Stickoxid-Emissionen handelt. ar

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt