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Händler: Unterschiedliche Bewertung des Weihnachtsgeschäftes

DORTMUND Das Lied „Süßer die Kassen nie klingen“ würde ein Teil der City-Händler lautstark mitschmettern, andere eher verhalten mitsummen: Die Händler bewerten das Weihnachtsgeschäft von "durchwachsen" bis "echt zufrieden".

von Von Bettina Kiwitt

, 21.12.2007
Händler: Unterschiedliche Bewertung des Weihnachtsgeschäftes

Die City ist wie immer zur Weihnachtszeit proppenvoll.

So druckst Kaufhof-Chefin Monika Block ein wenig herum bei der Frage nach einem Resumee zum Weihnachtsgeschäft. „Noch sind wir knapp unter dem Vorjahr. Die Wochenenden waren super, es waren viele Touristen da.“ Aber das Geschäft habe erst „sehr spät angezogen“. So sei das Ergebnis nur „durchwachsen“.

Gutes Jahr

Ganz anders die Erfahrungen von Juwelier Gerhard Rüschenbeck: „Es wird frühzeitig und gezielt gekauft.“ 2007 ist für ihn „ein gutes Jahr“. Im Weihnachtsgeschäft habe er bemerkt, dass die Kunden „befreiter“ kauften.

„Echt zufrieden“ ist Karstadt-Chef Peter Erb, „unsere Erwartungen wurden übertroffen“. Allerdings sei ein Vergleich mit dem Vorjahr schwierig, da Karstadt damals sein 125-jähriges Jubiläum mit vielen Aktionen gefeiert habe. Die Öffnungszeiten donnerstags bis samstags bis 21 Uhr seien ein guter Kompromiss, „der hat zu einer einigermaßen großen Einheitlichkeit geführt“. Er werde anstreben, „das im nächsten Jahr so zu wiederholen“. Klar sei es zwischen 20 und 21 Uhr deutlich ruhiger, dafür seien in der Stunde davor mehr Kunden unterwegs.

Deutlich besser

„Sehr zufrieden“ ist auch Thomas Rohlmann, Filialleiter bei C&A. Die Umsätze seien deutlich besser als vor einem Jahr. Dieses Mal sei der dritte Adventssamstag der stärkste gewesen, sonst sei es normalerweise der zweite. „Aber das tolle Wetter spielt uns auch in die Hände.“ Bei der Kälte seien Herren- und Damen-Strick gefragt, eben alles, was wärmt. Die Öffnungszeiten freitags und samstags bis 22 Uhr hätten sich bei C&A ebenfalls bewährt. „In den letzten beiden Stunden machen wir über 10 Prozent des Tagesumsatzes“. Bei vielen kleineren Händlern hört man hingegen heraus, dass sie vom Weihnachtsgeschäft eher enttäuscht sind. „Die Leute sind nicht wirklich ausgabewillig, selbst die nicht, die Geld haben“, bringt es Benno Gruttmann von der gleichnamigen Goldschmiede und Sektbar an der Kleppingstraße auf den Punkt. Die Kassen dürfen für ihn und andere 2008 also durchaus süßer klingen. Der heutige Samstag könnte manchen aber noch versöhnlich stimmen. Der Handel erwartet den größten Ansturm im Weihnachtsgeschäft.

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