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Halde Schleswig öffnet für Friedensgebet der Religionen

„Bunt statt Braun“-Aktion

Das Friedensgebet der Religionen will am Sonntag ein Zeichen für Toleranz setzen. Dafür öffnet die Halde Schleswig in Asseln für ein paar Stunden. Der Ausblick von ganz oben lohnt sich.

Asseln

, 31.08.2018
Halde Schleswig öffnet für Friedensgebet der Religionen

Sind am Friedensgebet der Religionen beteiligt (v.l.): Naciye Kamcili-Yildiz als Vertreterin der Muslime, Bezirksverwaltungsstellenleiter Dietmar Kraushaar, der stellvertretende Bezirksbürgermeister Uli Begemann (Bündnis 90/Die Grünen), der katholische Pfarrer Ludger Keite und die evangelische Pfarrerin Sandra Sternke-Menne. © Andreas Schröter

Langsam wird‘s zur Tradition: Bereits zum dritten Mal findet am Sonntag um 13 Uhr das Friedensgebet der Religionen im Kontext der bekannten Anti-Rechts-Aktion „Bunt statt Braun“ statt. Zumindest für ein paar Stunden wird dazu die Halde Schleswig geöffnet sein, und Interessierte können einen Blick auf das herrliche Panorama werfen, das man von da aus hat.

Ab 12 Uhr ist der Zugang an der Aplerbecker Straße 133 geöffnet. Unten werden der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ulf Katler (CDU) und Vertreter von Thyssen-Krupp Steel Europe AG als Eigentümerin des Geländes ein paar Worte sagen – danach geht‘s zu Fuß auf die Halde. Wem das zu anstrengend ist, kann auch den Shuttle-Dienst in Anspruch nehmen.

Sechs Religionen beten für Frieden

Oben sprechen die Vertreter von sechs verschiedenen Religionsgemeinschaften ihre Gebete. Der Posaunenchor Brackel – in kleiner Besetzung – umrahmt das Ganze festlich. Das Motto lautet in diesem Jahr „miteinander.versöhnt.leben“. Die Veranstaltung sei ein Beitrag, die verschiedenen Religionen zu verbinden und natürlich ein Zeichen für Toleranz, Miteinander und gegen Rechts zu setzen, sagt der katholische Pfarrer Ludger Keite – gemäß einem Satz, den der Theologe Hans Küng einmal gesagt hat: „Es gibt keinen Frieden unter den Völkern dieser Erde ohne den Frieden unter den Religionen.“

Keine Verköstigung und keine Luftballons

Eine Verköstigung und auch die Luftballons vom vorigen Jahr werde es in diesem Jahr nicht geben – dafür aber Freundschaftsbänder in Grün und Gelb, auf denen das Motto steht. Die Teilnehmer werden am Ende der Veranstaltung gebeten, ihren Nachbarn zum Zeichen des Miteinanders ein solches Bändchen umzubinden. Die evangelische Pfarrerin Sandra Sternke-Menne hofft auf 500 Besucher. Im vorigen Jahr waren es 300.

Nach dem eigentlichen Friedensgebet – voraussichtlich um kurz vor 14 Uhr – haben die Teilnehmer danach zwar noch kurz Gelegenheit, sich auf der Halde umzusehen, werden dann aber auch gebeten, sich wieder auf den Rückweg zu machen, denn bereits gegen 15 Uhr soll die Halde wieder abgeschlossen werden.

Erwähnenswert sind die Mitglieder der SF Brackel 61, die als ehrenamtliche Helfer fungieren. Bezirksverwaltungsstellen-Leiter Dietmar Kraushaar: „Ohne sie könnte eine solche Veranstaltung nicht stattfinden.“

Haldenöffnung ist noch unklar

Wann die Halde Schleswig dauerhaft für die Bevölkerung geöffnet werden kann, steht nach wie vor in den Sternen. Eine Einigung zwischen Thyssen-Krupp Steel und der Stadt Dortmund steht noch aus. Dazu der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Uli Begemann (Bündnis 90/Die Grünen): „Im Grunde geht es darum, wer nach einem Wochenende mit Publikumsverkehr den Dreck wieder wegräumt.“

Sollte am Sonntag schlechtes Wetter sein – aber danach sieht‘s derzeit nicht aus – findet die Veranstaltung im Gemeindehaus St. Josef am Asselner Hellweg statt.

Beteiligt sind: evangelische und katholische Kirche, die muslimische sowie die jüdische Gemeinde und die eritreisch-orthodoxe und die koptisch-orthodoxe Kirche. Mitveranstalter ist das Stadtbezirksmarketing Brackel. Es wird einen barrierefreien Toilettenwagen geben.
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