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Hochzeit im Goldgewand

DORTMUND Die Moden und Kulturen des Hochzeitsfestes in Deutschland und in der Türkei begegnen sich ab dem 17. August in der Ausstellung "Evet - Ja, ich will!" im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Rund 500 Objekte aus den renommiertesten Museen in der Türkei und aus Deutschland laden zu einer Entdeckungsreise durch Hochzeitsmoden und -bräuche beider Länder von 1800 bis heute ein.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 08.08.2008
Hochzeit im Goldgewand

Kostbar bestickte Fußbekleidung und prachtvolle Hochzeitsmäntel für die Braut werden in der Ausstellung zu sehen sein.

In den unscheinbaren Holzkisten liegt die ganze Pracht des Orients.Vorsichtig fingern fleißige Helfer schimmernde Seiden- und Samtgewänder heraus, aufwendig bestickt mit goldenen und silbernen Metallfäden. 28 Kisten offenbaren nach und nach textile Kunstschätze aus den renommiertesten türkischen Museen in Istanbul, Ankara und Bursa. 250 Exponate insgesamt sind hier angelandet, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte.

Am 17. August öffnet dort an der Hansastraße, auf 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, eine faszinierende Schau: „Evet – Ja, ich will“. Es wird eine deutsch-türkische Begegnung der ganz besonderen Art. Insgesamt 500 Objekte wollen bestaunt werden bis zum 25. Januar 2009. Die Besucher dürfen sich auf eine Entdeckungsreise durch Hochzeitsmoden und -bräuche beider Länder von 1800 bis heute freuen.

Apropos Bräuche: In der Türkei wurde/wird mindestens drei Tage Hochzeit gefeiert, aber auch schon mal eine ganze Woche lang. Der „Polterabend“ der Frauen beginnt im Hamam, gefolgt von der Henna-Nacht, während die Männer den Bräutigam vor der Hochzeit zum Barbier begleiten und ihm allerlei Sprüche machen. Ein goldfarbener Rasierumhang aus dem 18. Jahrhundert ist auch in der Ausstellung zu sehen. So wie der Klassiker unter der Mitgift: eine Kinderwiege. Die Leihgabe aus dem Museum Türk Islam in Istanbul ist aus Kirschholz gefertigt und kunstvoll mit Intarsien aus Perlmutt, Schildpatt und Knochen verziert.

Auch typische Accessoires werden in der Ausstellung zu sehen sein, vom kostbar bestickten Hochzeitsschuh über feinste Unterhemden für die Braut bis hin zum Gürtel und kleinen Tässchen für Tee und Kaffee, über die in der Türkei typischerweise die Eheanbahnung erfolgt. Ältestes Exponat ist ein Buch mit kolorierten Farbtafeln aus dem Jahr 1576, geschickt von der Universitätsbibliothek in Bremen.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Tel. 50 25 522. Ausstellungsdauer: 17. August bis 25. Januar. Öffnungszeiten: die-sonn, 10-18 Uhr, don, 10-20 Uhr. Nähere Infos im Internet, » www.evet-jaichwill.de

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